Sonstiges
Terror und Fanatismus - eine christliche Antwort?
Kurzbeschreibung:
Seit ein paar Jahren sind wir durch die Medien permanent mit dem Terror in der Welt konfrontiert. Wir erleben, wie eine kleine Gruppe von fanatischen Gotteskämpfern ihre Ziele mit Gewalt zu erreichen versuchen. Sie kämpfen für das Reich Gottes, und in ihrem Kampf rückt der Terror immer dichter an uns heran. Ich sehe uns aufgefordert, dass wir uns dazu eine Meinung bilden und in unserem Umfeld präventiv aktiv werden sollten. Darüber hinaus gehe ich der Frage nach, ob wir Christen nicht auch für das Reich Gottes zu kämpfen haben.
Die folgenden Texte sollen helfen, einen eigenen Standpunkt zu entwickeln und als Christen eine an Christus gemessene Einstellung zu gewinnen.
Der erste Teil soll euch einen kurzen Überblick über die Entwicklung des Terrors der letzten Jahre geben (Stand 09/2005), gefolgt von ein paar Aussagen zum Islamismus, auch aus islamischer Sicht.
- Kämpfen für das Reich Gottes? (Chronologie des Terrors)
- Was sagen andere? (Begriffserklärung und Erläuterungen)
- Kämpfen für das Reich Gottes? (Zuspitzung)
Im zweiten Teil zeichne ich die Auseinandersetzung Jesu mit den extremistischen Zeloten zu seiner Zeit auf und versuche zu verdeutlichen, welche Einstellung Jesus hatte und wie er dem Terror selber begegnete.
- Die Bewegung der Zeloten
- Kämpfen für das Reich Gottes!
Im dritten Teil skizziere ich mögliche Programmelemente, die sich an der Grundhaltung Jesu orientieren.
- "Nächstenliebe praktisch" - heißt:
- Feiern
- Essen teilen
- Erzählen
- Zuhören
- Spielen
- Schenken
Zum Schluss folgen noch ein paar Sprüche, Texte und Gebete...
- Nimm die Menschen wie sie sind...
- Tragen und ertragen
- Für die ganze menschliche Familie
- Ewiger, barmherziger Gott
- Gott ist groß, Gott ist groß.
- Ewiger, barmherziger Gott
- "Das Wunder der Unschuld
- "Wir sind alle Gäste"
- WEITERFÜHRENDE FRAGESTELLUNG
Die islamisch geprägte Welt befindet sich im Umbruch. Immer stärker nehmen Wertvorstellungen des Westens Einzug in diesen Kulturkreis.
Die Folgen: die bisherigen Werte werden in Frage gestellt, ausgehöhlt und zum Teil verdrängt.
In dieser Auseinandersetzung bietet sich für den Fundamentalismus ein Nährboden mit fatalen Folgen.
Die westlich geprägte Welt findet sich im Fadenkreuz islamischer Terroristen wieder.
-
2002:
- 11. April: Bei einem Anschlag auf die Synagoge der tunesischen Insel Djerba werden 21 Menschen getötet, unter ihnen 14 deutsche Touristen.
- 8. Mai: In der pakistanischen Hafenstadt Karachi reißt ein Selbstmordattentäter 14 Menschen mit in den Tod, unter ihnen elf französische Ingenieure. Der Attentäter lenkte sein mit Sprengstoff beladenes Auto gegen einen Bus vor einem Hotel.
- 14. Juni: Bei der Explosion einer Autobombe vor dem US-Konsulat in Karachi werden zwölf Pakistaner getötet und etwa 50 weitere Menschen verletzt. Sechs Mitarbeiter der Botschaft erleiden leichte Verletzungen.
- 12. Oktober: Bei einem Doppelanschlag auf zwei von Touristen besuchte Nachtclubs auf der indonesischen Urlaubsinsel Bali sterben 202 Menschen, unter ihnen sechs Deutsche und mehr als 80 Australier. Für die Attentate wird die al-Qaida-nahe radikalislamische Gruppe Jemaah Islamiyah (JI) verantwortlich gemacht.
- 28. November: Bei einem Selbstmordanschlag auf ein Hotel im kenianischen Mombasa sterben 18 Menschen, unter ihnen drei israelische Touristen. Fast gleichzeitig verfehlen zwei Raketen ein mit 261 Menschen besetztes israelisches Charterflugzeug, das von Mombasa aus startet.
- 12. Mai: Bei einem zeitlich abgestimmten Serienanschlag auf Wohngebiete von westlichen Ausländern in der saudiarabischen Hauptstadt Riad sterben 35 Menschen, 194 werden verletzt.
- 16. Mai: Bei einer Anschlagsserie in Casablanca werden 45 Menschen getötet. Die an fünf Orten in der marokkanischen Stadt gezündeten Sprengsätze richten sich gegen überwiegend von Juden und westlichen Ausländern besuchte Einrichtungen.
- 5. August: Die Explosion einer Autobombe vor dem Marriott-Hotel in der indonesischen Hauptstadt Jakarta tötet zwölf Menschen, unter ihnen drei Ausländer. Die Ermittler machen wieder die Jemaah Islamiyah verantwortlich.
- 8. November: Bei einem Selbstmordanschlag auf eine Wohnanlage in der saudiarabischen Hauptstadt Riad sterben 17 Menschen. Mehr als hundert weitere werden verletzt.
- 15.+20. November: Bei einer Serie von Selbstmordanschlägen kommen in Istanbul 62 Menschen ums Leben. Ziele sind neben zwei Synagogen und dem Konsulat der britischen Regierung eine Filiale der britischen Großbank HSBC.
- 11. März: Bei Anschlägen auf vier Pendlerzüge in Madrid sterben 191 Menschen und fast 2000 werden verletzt. Aus Marokko stammende Verdächtige der Anschläge sollen auch in die Anschläge von Casablanca verwickelt gewesen sein.
- 9. September: Bei einem Anschlag auf die australische Botschaft in Jakarta sterben neun Menschen, 182 werden verletzt. Zu dem Attentat bekennt sich Jemaah Islamiyah.
- 7. Juli: Bei einer Anschlagsserie in U-Bahnen und Bussen der britischen Hauptstadt London sterben mindestens 50 Menschen. Mindestens 150 Menschen werden teils schwer verletzt.
2003:
2004
2005:
Der Kampf für Gottes Reich, für Gottes Herrschaft auf Erden, verleitet diese Fanatiker und Extremisten dazu, für einen Gottesstaat zu morden und sich in die Luft zu sprengen.
Sie wollen die Welt nach ihren Vorstellungen formen.
Sie wollen aktiv das Reich Gottes erkämpfen - jetzt und sofort!
Dabei gehen sie über Leichen. Menschliche Opfer sind für die "Große Sache" in Kauf zu nehmen.
Als Reaktion auf den Terror drohen unseren moslemischen Mitmenschen der Generalverdacht und die Vorverurteilung, ob sie nun mit den Islamisten sympathisieren oder nicht.
Islamismus
Eine extremistische Ideologie, die sich gegen westliche Werte- und Ordnungsvorstellungen richtet und das Ziel verfolgt, eine gesellschaftliche, rechtliche und staatliche Ordnung auf der Grundlage einer fundamentalistischen oder konservativen Auslegung des Islam zu errichten und damit einen "islamischen Staat" zu schaffen.
[Quelle: NRW-Innenministerium - http://www.im.nrw.de/glossar/glossar.phtml?title=Islamismus]
Scharia Als Scharia bezeichnet man die islamische Rechts- und Lebensordnung. Bei der Scharia, wörtlich "Weg zur Tränke", handelt es sich im Grunde um eine Methode, die von islamischen Gelehrten im 8. und 9. Jahrhundert n. Chr. entwickelt wurde, um aufgrund der islamischen Quellen (Koran, Sunna, Konsens der Gelehrten, eigenes Bemühen des Gelehrten) Bestimmungen für islamische Rechts- und Lebensordnung zu gewinnen.
[Quelle: NRW-Innenministerium - http://www.im.nrw.de/glossar/glossar.phtml?title=Scharia]
Gottesstaat / Gottesherrschaft Hinter dem Begriff der Gottesherrschaft (arab. hakimiyyatu'llah) verbirgt sich im Wesentlichen die Vorstellung, dass innerhalb eines Staates/einer Gesellschaft nicht der Mensch, sondern Gott die oberste Souveränität inne hat. Islamisten idealisieren das Konzept einer göttlich legitimierten Herrschaft und betrachten es als einzig akzeptablen Gegenentwurf zu anderen Herrschaftsformen, die sie als Ausdruck des "Zeitalters der Unwissenheit" (jahiliyya) ablehnen. In den Augen der Islamisten widerspricht insbesondere die Demokratie als Herrschaft des Volkes der souveränen Herrschaft Gottes. Islamisten streben nach einem Staat, in dem Gott allein die oberste Souveränität innehat. Die islamische Rechts- und Lebensordnung (Scharia) ist Grundlage dieses Staates. Recht, Gesellschaft, Politik, Wirtschaft und Kultur sollen auf "islamischen Grundlagen" fußen. Die Trennung von Staat und Religion als Wesensmerkmal westlicher Demokratien lehnen Islamisten strikt ab. Nach ihrer Auffassung ist der Islam Religion und Staat zugleich (din wa daula). Die Herrschaft Gottes auf Erden kann in der Vorstellung der Islamisten nur durch die Errichtung eines islamischen Staates erreicht werden. Wesentliche Charakteristika dieses Staates sind die Anwendung des islamischen Rechts und die Regentschaft eines auf Lebenszeit gewählten Oberhauptes, des Kalifen. Dass die politische und religiöse Führung im Islam in einer Hand liegen müssen, wird von Islamisten mit dem Beispiel des Propheten Muhammads begründet. Konkrete Konzepte zur Umsetzung eines solchen (Gottes-)Staates sind Islamisten bis heute schuldig geblieben. Das Beispiel des Taliban-Staates lässt befürchten, dass nichts anderes als eine Herrschaft der Willkür, der Gewalt und des Terrors zu erwarten ist, wann immer eine so genannte Gottesherrschaft angestrebt wird.
[Quelle: NRW-Innenministerium - http://www.im.nrw.de/sch/603.htm]
Dschihad
Das Wort Jihad bezeichnet in erster Linie eine entschlossene geistige Haltung. Ausgehend von dieser Grundbedeutung bezeichnete Dschihad in medinensicher Zeit (vermutlich ab dem 2. Jahr der Hidschra) den Einsatz für den Islam schlechthin, mit der Betonung auf den Einsatz von Vermögen und Leben (vgl. auch Sure 8,72). Wesentlich ist, dass Dschihad von seinem Wortstamm her weder "Krieg führen" noch "töten", also in diesem Sinne nicht "Aggression" beinhaltet(...).
[Quelle: Der Islam im Unterricht; Abdoljavad Falaturi und Udo Tworuschka - http://www.muslima-aktiv.de/dschihad.htm]
Heiliger Krieg Es widerspricht dem koranischen Wesensgehalt von Dschihad, ihn als "heiligen Krieg" aufzufassen. Auch qital, der Krieg zum Schutz der islamischen Gemeinschaft (Umma), ist kein "Heiliger Krieg". Krieg ist aus islamischer Sicht nie "heilig"; selbst der Verteidigungskrieg ist ein notwendiges Übel. Im Gegensatz zur koranischen Intention erhielt der Dschihad in der Zeit nach Muhammads Tod einen anderen Stellenwert: Weltliche Kämpfe und Kriege um wirtschaftliche und politische Macht erhielten eine "religiöse Weihe", wurden zu einem Dschihad hochstilisiert, vergleichbar den "christlichen" Kreuzzügen.
[Quelle: Der Islam im Unterricht; Abdoljavad Falaturi und Udo Tworuschka - http://www.muslima-aktiv.de/dschihad.htm]
Kämpfen für das Reich Gottes? (Zuspitzung)
Bomben in Madrid, Bomben in London, ...
Wer gibt ihnen das Recht für Gottes Reich zu töten?
Wie sieht die Sache für uns Christen aus?
Erwarten wir nicht auch ein Reich Gottes auf Erden?
Haben wir nicht auch dafür zu kämpfen?
Sind diese Gewalttaten allein geboren aus verkappten Ängsten, gepuscht von wirren Köpfen und getrieben aus religiösem Fanatismus? Oder steckt da mehr dahinter?
Sind sie ein legitimes Mittel um die Welt zum Umdenken zu zwingen,
um auf Missstände hinzuweisen und Veränderungen herbeizuführen?
Ein ganz ähnlicher, religiös motivierter Fanatismus und Extremismus, war auch zu Jesu Lebzeiten keine unbekannte Sache. Die Bewegung der Zeloten ("Eiferer") war zurzeit Jesu eine bekannte Organisation und verfolgte sehr ähnliche Ziele wie heute die Islamisten. Sie war damals sehr verbreitet und die Anhängerschaft reichte bis in den Jüngerkreis Jesu hinein.
Jesus selbst wurde als Zelot von den Römern zum Kreuzestod verurteilt. Allerdings erfolgte die Verurteilung zu Unrecht, denn Jesus war kein Zelot. Aber er hatte sich auf Schritt und Tritt mit dieser Bewegung auseinanderzusetzen. Für uns ist dies besonders spannend, weil wir an der Auseinandersetzung mit den Zeloten die Einstellung Jesu zu extremistischen Bewegungen ableiten können. Dies kann uns in der Auseinandersetzung mit dem Islamismus helfen und eine Orientierung sein.
Judas, der Galiläer, stammte aus Gamal in der Gaulanitis und gilt als Gründer der zelotischen Partei, die für die Alleinherrschaft Gottes in Israel eintrat und jede Fremdherrschaft ablehnte, die zum Götzendienst verführt. Wichtiges Schlagwort war die "Freiheit", die analog zu dem makkabäischen Widerstand errungen werden sollte. In den Tagen der Schätzung (6 n. Chr.) begann der Aufstand; Judas selbst kam um, seine Anhänger wurden zerstreut (Apg 5,37). Die zelotische Bewegung blieb aber lebendig, und die Sippe des Judas führte den Kampf fort.
Die Zeloten besaßen ein besonders starkes jüdisches Nationalgefühl. Sie erwarteten ein nationalistisches Reich unter einem neuen "David". Viele Pharisäer standen den Anhängern der Zeloten sehr nahe. Im Gegensatz aber zu den Zeloten warteten sie auf ein göttliches Eingreifen. Die Zeloten waren davon überzeugt, dass sie selber für das Reich Gottes kämpfen müssen. Den Anbruch dieses messianischen Reiches versuchten sie so durch gewalttätige Aktionen herbei zu zwingen. Diese jüdische Partei der "Eiferer" verweigerte aus religiösen Gründen die Unterwerfung unter das heidnische Römerreich und lehnte es ab, den Römern Steuern zu bezahlen (vgl. Mk 12,13-17par). Sie wollten die Römer mit Gewalt vertreiben und haben dadurch 66 n.Chr. den jüdischen Krieg entfesselt, was 70 n.Chr. zur Zerstörung Jerusalems durch die Römer führte. Während der Kämpfe wüteten die Zeloten nicht nur gegen die Römer, sondern auch gegen gemäßigte Elemente im eigenen Volk.
Wie verhielt sich Jesus den Zeloten gegenüber?
Jesus und viele seiner Jünger stammten aus Galiläa. Zu dieser Zeit war Galiläa ein beliebter Schlupfwinkel der Zeloten. "Sicher gehörte einer unter den Zwölfen zu den Zeloten, Simon der Zelot, wahrscheinlich aber noch andere, wie Judas Iskariot, Petrus und vielleicht die Zebedäussöhne."
[Quelle: Der Staat im Neuen Testament von Oscar Cullmann, J.C.B Mohr Tübingen, 1956]
Auch die Bußpredigt Johannes des Täufers fand in Galiläa Gehör und die Essener gründeten dort klösterliche Gemeinschaften.
"So erlebte das Judentum zu Jesu Zeit eine Verschärfung des Gesetzes. In ihr kommt ein starker religiöser Ernst zum Ausdruck, den Jesus darin anerkennt, dass er von denen, die mit dem Gesetz ernsthaft umgehen, als von den Gesunden, von den Gerechten spricht (...). Die Verschärfung der Thora, wie sie in Qumran und bei den Pharisäern, und in anderer Weise auch bei den Zeloten, vollzogen wird, richtet sich auf die rituellen Bestimmungen des Gesetzes, der Gebote (...) und die Opfergaben.
Jesus steht dieser ganzen Art der Thoraverschärfung gleichgültig gegenüber. Er lehnt sie nicht ab, aber er hält sie auch nicht für wesentlich und hält seine Jünger und Anhänger dazu nicht an."
[Quelle: "Umwelt des Christentums S.437f:"]
Dennoch wendet er sich immer wieder gegen die Einstellung der Zeloten, was am Beispiel von Mk. 12,17 deutlich wird: "Gebt dem Kaiser was dem Kaiser gehört und gebt Gott, was Gott gehört". Diese Aussage widerspricht grundsätzlich der Auffassung der Zeloten, den Tribut zu verweigern.
"Auf die Aufforderung der Bergpredigt, 'dem Bösen nicht zu widerstehen', fällt ein besonderes Licht, wenn wir daran denken, dass Jesus sich ständig mit dem Ideal der Zeloten auseinanderzusetzen hatte, die dem römischen Staat mit Waffengewalt widerstehen wollten. Besonders aber ist hier der schwierige Ausspruch über die zu nennen, 'die dem Reich Gottes Gewalt antun', über die 'Gewalttätigen, die es an sich reißen' (Mt. 11,12; Lk. 16,16). (...) Wir haben an Leute wie den Zelotenführer Judas zu denken. Gewiss enthält das Wort nicht bloß Tadel. Jesus erkennt an, dass sich diese Leute um das Reich Gottes bemühen. Aber er lehnt ihre Aktion doch ab, denn das Reich Gottes wird nicht mit menschlicher Gewalt herbeigeführt und auch nicht als politisches Reich aufgerichtet. (...) Das 10. Kapitel des Johannesevangeliums über den wahren Hirten scheint mir gewissermaßen eine Interpretation des Wortes Mt. 11,12 zu enthalten. In Joh. 10,8 sagt der johanneische Christus das seltsame Wort: 'Alle, die vor mir gekommen sind, sind Diebe und Wegelagerer.' Im Vers 11 wird ihnen der wahre Hirte gegenübergestellt, der das Leben der Schafe schont. Die falschen Hirten schonen das Leben der Schafe nicht. Ist hier nicht an die Zelotenführer gedacht, die ihre Anhänger dem sicheren Tod von Seiten der Römer auslieferten? Mit den Dieben und Wegelagerern, die vor Jesus gekommen sind, können unmöglich die Propheten oder Johannes der Täufer gemeint sein. Es scheint mir fast sicher, dass hier an Zelotenführer wie jenen Judas von Gamala gedacht ist."
[Quelle: Der Staat im Neuen Testament von Oscar Cullmann, J.C.B Mohr Tübingen, 1956]
Jesus fordert auf, sich nicht der Gewalt zu widersetzen, und Vergeltung zu üben, sondern lieber die andere Wange hinzuhalten (Mt 5,39-42).
Mit der Feindesliebe (Lk 6,27-35 || Mt 5,38-47;) setzt er einen neuen Maßstab zur Orientierung.
An einigen weiteren Aussagen Jesu wird die Abgrenzung zur Einstellung der Zeloten ebenso deutlich:
- Von der Stellung zum Nächsten (Lk 6,36-38 || Mt 5,48;7,1-2 || Mk 4,24)
- Nicht herrschen, sondern dienen (Mk 10,42-45)
Seine Einstellung gipfelt in der Aussage: "Niemand kann mir das Leben nehmen. Ich gebe es aus freiem Entschluss." (Joh. 10,18a) Damit grenzt er sich endgültig von den zelotischen Idealen ab. "Jesus ist den Weg des selbstlosen Dienstes gegangen und hat sich um die Umkehr der Menschen und ihre Bindung an Gott gemüht; er hat jeder Versuchung widerstanden, sich in politische Auseinandersetzungen verwickeln zu lassen, wie sie vor allem von zelotischer Seite an ihn herangetragen wurden (Mk. 10,42-45; 12,13-17; Lk. 13,1-5)."
[Quelle: "Umwelt des Christentums S.442f:"]
"Es geht ihm um den Menschen und nicht um Institutionen, nicht um Riten und Kult. Seine Verschärfung des Willens Gottes geht in die Richtung, dass der Mensch für den Menschen offen wird und den Menschen als Menschen behandelt. (...) Die Liebe zu Gott, die er ganz und voll fordert, wie sie auch Qumranleute und Pharisäer und Zeloten fordern (...), legt er nicht in ritueller und kultischer Richtung aus, sondern so, dass er neben das Gebot der Gottesliebe das der Nächstenliebe setzt. Dass der Mensch im anderen nicht nur seinen Nächsten sehe, sondern an ihm als Nächster handele, das will Gott, wie das Gleichnis vom barmherzigen Samariter zeigt (Lk. 10,25-37; Mk 12,28-34). Gott will den Menschen barmherzig mit dem Mitmenschen; Gott will Versöhnung unter den Menschen. Gottes kommendes Königtum ist sein Friedensgeschenk an die Menschheit, mit dem er den Frieden zwischen sich und ihnen herstellt, und er will darum den Frieden zwischen den Menschen (Mt. 5,23-26; 5,9; 5,38-47 par. Lk. 6,27-36; 10,5.6.10.11). (...) Weil Gott mit den Menschen barmherzig ist, will er sie barmherzig; weil Gott den Menschen gut ist, will er, dass sie einander helfen; weil Gott den Menschen vergibt und sich mit ihnen versöhnt und Frieden stiftet, will er, dass sie sich untereinander vergeben, versöhnen und Frieden stiften."
[Quelle: "Umwelt des Christentums S.437f:"]
Besonders bemerkenswert an Jesu Auseinandersetzung mit den Zeloten finde ich, dass er den Kontakt nicht vermeidet. Ganz im Gegenteil, er sucht ihn sogar und geht dabei so weit, dass er in seinen Jüngerkreis selbst Zeloten aufnimmt. Hier verdeutlicht sich Jesu Umgang mit seinen Mitmenschen auf besondere Weise. Jesus wendet sich ohne Vorurteile seinen Mitmenschen zu und macht keine Unterschiede. Unbefangen geht er in die Begegnung mit SünderInnen, wie Prostituierten, Zöllner, Zeloten und Aussätzigen. Und in der Begegnung mit ihm verändern sich die Menschen, Prostituierte werden frei einen neuen Weg zu gehen, Aussätzige bekommen neuen Lebensmut, und Zöllner erleben Respekt und Angenommensein. Ja noch mehr, Todfeinde wie Zöllner und Zeloten leben in der von Jesus geschaffenen Gemeinschaft geschwisterlich zusammen. Die Begegnung mit Jesus hatte oft einen Perspektivenwechsel zur Folge.
Im Blick auf den Terror, der uns heute umschlingt, ergibt sich aus diesem Wissen um Jesus und sein Handeln, dass wir uns nicht tatenlos zurücklehnen können.
Wir sind (auf-)gefordert zu reagieren! Doch nicht mit Gewalt oder mit Sanktionen, nicht mit Verurteilung (das steht uns nicht zu).
Als Christen in der Christusnachfolge haben wir uns an ihm zu orientieren, ihm nachzueifern.
In vielfältiger Weise sollten wir ein Zusammenleben mit unseren (moslemischen) Mitmenschen pflegen und gestalten.
Es geht dabei nicht um Rechtfertigung bzw. Gerechtigkeit oder gar um Bekehrung. Es geht vielmehr um ein miteinander leben in christlicher Nächstenliebe.
Es liegt und bleibt immer in Gottes Hand, dass er sein Reich ausbreitet (Mk 4,26-29). Wir haben hier nichts zu melden, denn wir wissen nicht, was ist, was kommt, und was sein wird.
Aber eines wissen wir, Gott schafft sich Raum, in dem wir, wie Jesus verdeutlicht, Gott und unseren Nächsten lieben wie uns selbst. In einer so gelebten Gemeinschaft wird das Reich Gottes schon jetzt und nicht erst irgendwann zur Wirklichkeit.
In einer so gelebten Gemeinschaft, in der wir einander in Nächstenliebe begegnen, wird es bei aller Verschiedenheit irgendwann keinen Raum mehr geben für Angst, Terror und Hass.
So wird der Ausspruch Jesu in Johannes 5,24 Wirklichkeit: "Es kommt die Stunde und ist schon jetzt" (Joh. 5,24).
Teil 3:
Nächstenliebe praktisch - heißt:
Grundsätzlich halte ich es für wichtig, dass alles, was unter dem Aspekt der "Gemeinschaft ohne Vorbehalte" geschieht, offen ist für jede/n, der/die da kommt, ohne dass vorher spezielle Bedingungen erfüllt sein müssen.
Programme, Themenreihen, Foren, Gottesdienste, ... sollten sich nicht nur an eine kleine, begrenzte Zielgruppe wenden, sondern versuchen, die Brücke zwischen den Generationen und Kulturen zu schlagen. Ob das immer gelingt, sei dahingestellt, versuchen sollten wir es jedoch trotzdem.
Inhaltlich orientieren sich folgende Beispiele an Jesu Leben und es bietet sich darüber hinaus alles an, was die Begegnung fördert, was uns vertraut macht mit Fremdem, was uns öffnet für Neues und Andere.
Dabei geht es nicht um Sensationelles, Weltbewegendes und um die Superlative. Für die Begegnung ist kein komplexes Programm notwendig und sie muss auch nicht sofort erzwungen werden, sondern wahrgenommen werden, wenn es dran ist! Wenn wir auf Jesus schauen, so hat er nicht die Superlative gesucht, sondern er suchte die Begegnung im Alltag oder in sich entwickelnden Situationen.
Bei Jesus kam dabei die ganze Fülle des Lebens zum Ausdruck, so war er kein Asket und zog sich in die Einsamkeit zurück, sondern er suchte die Begegnung und die Gemeinschaft mit dem Nächsten.
So gehörte zu Jesu Leben selbstverständlich das Feiern dazu, denn wo sonst ist eine gelebte Gemeinschaft angenehmer zu erfahren?
Er saß mit den unterschiedlichsten Menschen zu Tisch und teilte das Essen mit ihnen. Dabei war er nicht immer nur der Gastgeber, oft ließ er sich einladen und manchmal lud er sich auch selber ein (wie beim Zöllner Zachäus).
Zu Jesu Leben gehörte das Erzählen! Er fesselte Tausende durch seine Rede!
Aber auch das Zuhören gehörte zu seinem Wirken, ob im Gebet (gegenüber Gott) oder im Miteinander.
Zum Leben gehörte das Kindsein, so offen und unbefangen wie ein Kind die Welt Gottes zu erleben und zu erfahren (Mt 18,3). Wo, wenn nicht im freien Spielen kann diese Unbefangenheit erlebt werden?
Jesu Leben war ebenfalls in besonderer Weise vom Schenken geprägt. So schenkte er Vielen Gesundheit, Gemeinschaft, Liebe.
Denn wer feiert, schafft Raum zum Begegnen.
Zum Beispiel:
Ein Fest für alle
- Findet heraus, wie viele Nationen in Eurer Gemeinde leben (Infos gibt's im Rathaus)
- Überlegt Euch den Rahmen (Zeit und Umfang)
- Sucht den Kontakt und die Unterstützung (Klinken putzen)
- Mögliches:
-
- Kulinarisches (Mein Lieblingsgericht)
- Lieder und Gesänge
- Geschichten aus aller Welt
- Spiele aus der Heimat
- Übersetzungsspiele...
-
- Mögliches:
- Zieht dies in einem feierlichen Rahmen durch
- Haltet eine Wiederholung für möglich.
Denn Liebe geht durch den Magen.
Zum Beispiel:
Was isst Du denn?
-
Verschiedenste Gerichte werden (gemeinsam) zubereitet und gemeinsam verspeist.
Denn dann entdecken wir Gemeinsamkeiten.
Zum Beispiel:
Das literarische Quartett
-
Es wird zu einem Literaturabend eingeladen.
Es bereiten sich vier (vielleicht Prominente aus der Region oder Personen aus verschiedenen Nationen) auf diesen Abend vor, und lesen aus ihren Lieblingsbüchern.
Schön wäre es, wenn im Anschluss auch noch Raum für Gespräche bliebe...
Denn dann weiß ich, warum der andere so ist wie er ist.
Zum Beispiel:
Erzähl mir was...
-
-
... alte Menschen aus ihrem Leben erzählen
... ausländische Mitbürger aus ihrer Heimat erzählen
...
Einladung zu einem gemütlichen Abend am Kamin, wo ...
Denn wer miteinander spielt, der lernt sich kennen und verstehen.
Zum Beispiel:
Die Heimatkarte
-
-
Ort: In einem großen Raum oder auf einer Wiese
Dauer: 5-10 Minuten
Eignung: Für Gruppen von 10-30 Personen; ab 14 Jahre
(Quelle: Gilsdorf/Kistner | Kooperative Abenteuerspiele Band 1)
Beschreibung des Spiels:
Der Raum oder die Wiese werden zur geographischen Karte erklärt, auf der die Spielleitung zunächst lediglich die Himmelsrichtungen festlegt.
Die TeilnehmerInnen sollen sich dann auf dieser Karte entsprechend der Lage ihres Geburtsortes positionieren. Dabei dürfen sie beratschlagen und natürlich ihren Platz auch verändern wenn neue Informationen das sinnvoll erscheinen lassen.
Ziel ist es, dass am Ende eine Karte der Geburtsorte entsteht, die in sich stimmig ist.
Denn wer schenkt, der berührt das Herz seines Gegenübers.
Zum Beispiel:
Spuren der Freundlichkeit
Ein Erfahrungsbericht:
-
Spuren der Freundlichkeit und Dankbarkeit im Wohnort hinterlassen.
Unerkannt und anonym habe ich mich 1 ½ Monate lang einmal die Woche auf den Weg gemacht. Ich wollte Spuren im Ort hinterlassen, mich nach einem halben Jahr im neuen Wohnort bei denen bedanken, die bis dahin meine Beziehung zum Ort prägten (bewusst oder unbewusst).
So überlegte ich jede Woche neu, welche Aufmerksamkeit ich austeilen wollte. Mal waren es einfache Zettel mit einem gemalten Herz drauf (für jede bis dahin gelebte Woche ein Zettel), dann Teebeutel mit einem Gruß "Schönes Wochenende" oder kleine Holzsmilies. Verteilt habe ich die Sachen in Briefkästen der Nachbarschaft, hinter Autoscheibenwischer geklemmt, im Kindergarten versteckt, ...
Den Abschluss fand mein Spiel in der Nacht zu Nikolaus, in der ich allen, die mir am Herzen lagen, eine Papiertüte mit Leckereien vor die Tür stellte.Der Reiz an der Aktion lag in deren Geheimhaltung. Niemand in meinem Umfeld wusste etwas von meinem Spiel.
Ich erlebte sechs lustvolle, spannende und kribbelnde Wochen, in denen ich schenkte, ohne ein "Dankeschön" zu erwarten. Und die eigene Phantasie über Reaktionen der Beschenkten erfüllt mich bis heute mit einem fetten inneren Grinsen.
Teil 4
Sprüche, Texte und Gebete...
"Nimm die Menschen wie sie sind... andere gibt's nicht!"
Tragen und Ertragen
Herr, da ist der andere,
mit dem ich mich nicht verstehe.
Er gehört dir,
du hast ihn geschaffen,
du hast,
wenn nicht so gewollt,
ihn so gelassen,
wie er eben ist.
Wenn du ihn trägst,
mein Gott,
will ich ihn auch tragen
und ertragen,
wie du mich trägst
und erträgst.
(Karl Rahner)
Für die ganze menschliche Familie
Herr Gott, wir danken Dir für die ganze menschliche Familie: für Menschen anderen und keines Glaubens,
besonders für unsere Freunde und Nachbarn;
für die reiche Vielfalt menschlicher Erfahrungen und Gaben, die wir einander entgegenbringen, wenn wir zusammenkommen im Geist des einander Annehmens und der Liebe;
für den Dialog in Gemeinschaft, für gegenseitige Bereicherung und wachsendes Verständnis;
für Bewegungen, die sich für die legitimen Rechte von Personen jeder religiösen Überzeugung einsetzen und sie stärken.
Wir bitten Dich, dass Menschen jeden Glaubens die Freiheit gewinnen, ihre Überzeugung unbescholten zum Ausdruck zu bringen und in Demut aufeinander zu hören;
dass die Kirche ein versöhnendes Amt ausübt in einer Welt, die durch Misstrauen und Missverständnis getrennt ist, und heilende Kraft dorthin bringt, wo religiöse Ungeduldsamkeit menschliche Gemeinschaft zerstört;
dass die Kirche ein wahres und liebevolles Zeugnis ablegt für den Einen, den sie Herrn nennt, und dessen Namen wir beten. Amen
(Ökumenischer Rat der Kirchen, Vancouver 1983)
Ewiger, barmherziger Gott, du bist ein Gott des Friedens, der Liebe und der Einigkeit, nicht des Zwiespalts.
Wir armen Sünder bitte und flehen dich an, du wollest durch den Heiligen Geist alles Zertrennte zusammenbringen, das Geteilte vereinigen und ganz machen, auch uns geben, dass wir zu deiner Einigkeit umkehren, deine einige einzige, ewige Wahrheit suchen, von allem Zwiespalt abweichen, dass wir eines Sinnes, Wissens und Verstandes werden, der da gerichtet sei nach Jesus Christus, unserem Herrn, damit wir dich unsern himmlischen Vater, mit einem Munde preisen und loben mögen, durch unseren Herrn Jesus Christus im Heiligen Geist. Amen.
(Martin Luther)
Groß ist unser Gott
Ihm sei Preis in Überfülle, und ihm sei Ehre am Morgen und in der Nacht.
Ich wende mein Antlitz dem einen zu,
der mich erschaffen hat.
Ich bin einer von denen,
die sich mit ganzem Herzen ihm unterwerfen.
Ehre sei dir, o mein Gott, und Lobpreis.
Gepriesen sei dein Name,
hoch erhoben deine Majestät,
machtvoll soll deine Ehre sein.
Es gibt keinen Gott außer dir.
(aus dem Islam)
Im Namen Gottes der gütig ist und barmherzig,
Er, der Herr der Welt, Ehre sei ihm.
Er, der König am Tag des letzten Gerichts,
Ihm dienen wir allein und neigen uns vor ihm.
Er führe uns den rechten Weg, den Weg derer, die nicht in die Irre gehen,
und über die er niemals traurig zu sein braucht.
(Das Eröffnungsgebet des Koran)
Buch- und Filmtipps:
Das Wunder der Unschuld
Was wäre, wenn jeder auf der Welt drei Leuten einen Gefallen tun würde - und wenn jeder dieser drei anschließend einen Gefallen an drei andere Leute weitergeben würde ... und immer so weiter: Bis die Welt eine andere wäre?
Auf genau diese Idee kommt der zwölfjährige Trevor, als sein Lehrer Reuben St. Clair der Schulklasse folgende Aufgabe stellt: "Überlegt euch einen Weg, wie ihr die Welt verändern könntet."
Und Trevor zögert nicht lange und startet seine Kette der guten Taten. Leider scheint zunächst nicht alles so zu klappen, wie Trevor sich das vorstellt, doch als er es gar nicht vermutet, nimmt das Wunder seinen Lauf: Trevors Idee wird in die Welt hinausgetragen, und alle machen mit. Die Welt verändert sich zum Besseren, wird zu einer Welt, in der niemand mehr hungert, niemand mehr friert, niemand ohne Job oder Geld dasteht.
Und der Glaube dieses kleinen Jungen an das Gute im Menschen und seine Hoffnung auf eine bessere Welt erfüllen sich auf überwältigende Weise.
Roman | gebunden, 357 Seiten | erschienen: 2000 | Ullstein | ISBN: 3-550-08327-0 | Preis: 20,95 Euro.
"Wir alle sind Gäste" von Kurt Koch
In vielen archaischen Kulturen wird der Fremde zunächst als Feind betrachtet, und zwar bereits deshalb, weil er von außen her und überraschend in den ansonsten überschaubaren Lebensraum der Menschen einbricht und ihn allein dadurch in Frage stellt, dass er sich anders verhält als die Einheimischen: anders gekleidet, mit einer anderen Hautfarbe und eine andere Sprache benutzend ... Die sprichwörtlich gewordene biblische Gastfreundschaft entspringt somit keineswegs dem Edelmut der so genannten unverdorbenen Naturvölker, sondern einer neuen Kultur des Umgangs mit den Fremden. Hier erweist sich die Gastfreundschaft als wirksames Gegengift gegen die Angstbesetzten Instinkte vor dem Fremden. Indem die Gastfreundschaft diese archaischen Gefühle zu überwinden vermag und dem Fremden nicht nur die Türe des Hauses, sondern auch die Türe des Herzens öffnet, versucht sie den Fremden als Freund zu gewinnen. Die jüdische Auslegung des Alten Testaments, der Talmud, schlägt eine revolutionär neue Definition des Fremden vor:
Fremde gibt es eigentlich nicht, sondern nur Menschen, die sich noch nicht begegnet sind. In diesem Sinne ist jeder Fremde ein potentieller Freund, sofern man nur den Mut hat, sich ihm zu öffnen und ihn in seinem gottgewollten Anderssein anzunehmen.Dann hört er von selbst auf, ein Fremder zu sein, und er kann sich zum Gastfreund wandeln.
Aus: Kurt Koch, Bereit zum Innersten. Für eine Kirche, die das Geheimnis lebt.
144 Seiten, gebunden | 14,90 € | ISBN 3-451-28112-0
Weiterführende Fragestellungen
Die Gedanken zum Reich Gottes werden wohl nie zu Ende gedacht werden können, aber es lohnt sich weiter darüber nachzudenken, wie das Reich Gottes schon jetzt in uns und an uns sichtbar werden kann.
Ulrich Bohlken
10.09.2005
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