Komm in meine Höhle!

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Kirchenraum mal ganz anders nutzen.
Kirchenraum mal ganz anders erleben.
Kirchenraum mal ganz anders bespielen.

Anlässlich des 2. Spielmarktes in Rastede entstand dieses spirituell-spontane Spiel.
Im Gepäck:
viele Meter Wäscheleine
noch viel mehr Meter Stoffbahnen
ein Eimerchen voll Wäscheklammern
Schere
jede Menge Lust auf Improvisation
ein paar Requisiten für eine mögliche thematische Nutzung der Höhle

Vor Ort:
Menschen, die sich finden um gemeinsam eine Höhle zu bauen, in der Kirche, mit der Kirche, für sich und für andere.
Besondere Achtsamkeit für die Besonderheiten dieses Raumes: keine Nägel oder Schrauben dürfen hier irgendwo einfach so ergänzt werden. Vorsicht mit dem Inventar. …eigentlich nicht grade ein gastlicher Raum um Höhlen zu bauen…
Und doch: genau hier soll sie bald stehen: unsere Trosthöhle!

Die Aktion:
Als erstes haben wir uns den Raum angeschaut, wirken lassen, um uns dem Platz unsrer Höhle zu nähern.
Dann wurden mögliche Ankerpunkte für die Trägerleinen erkundet. Und schließlich einfach mit dem Leinenspannen begonnen, Ideen ausprobiert, verworfen, geändert; schließlich Tücher montiert und mit Wäscheklammern fixiert.
Nach 2 Stunden stand dann die Außenhülle unsrer Höhle.

PAUSE

Wir hatten uns für diese Höhle im Vorfeld ein Thema gewählt, eigentlich ein ganzes Motto:
„Ich will euch trösten, wie einen seine Mutter tröstet.“ (Jes. 66,13) – die Jahreslosung 2016

Im Gepäck hatten wir
eine Sammlung von Symbolen für Weiblichkeit/ Muttersein: Rosen aus dem Garten, eine Taufschale, Muscheln, Schneckenhäuser
zahlreiche Karten, Sprüche und Bilder zum Thema „Trost“
eine große Schale voll Trostpflaster: Bonbons, Lollis, Schokolade, Teebeutel, Pflaster, Taschentücher

Die Höhleneinrichtung:
Während wir auf unserem Höhlenboden mittig eine Stoffbahn auslegen möchten, kommt uns die Idee diese bis vor den Kapelleneingang zu verlängern, um BesucherInnen rein zu locken. Da die Kapelle jedoch recht versteckt und jenseits des Spielmarkttrubels liegt, entschließen wir uns kurzerhand diese Stoffbahn ganz bis zum Hauptplatz des Geschehens zu ziehen.
Gespickt mit hier und da einem Bild, einem Pflaster und Bonbons, wird es zu einem neugierweckenden Wegweiser, der die Besucher*innen geradewegs zu uns führt.
In der Höhle empfangen dann Taufschale und Rosen die neugierigen Gäste, dahinter folgen die große Trostpflasterschale und, an ein Vogelnetz geheftet, Bilder und Sprüche zum Thema. Zwei gemütliche Sitzsäcke laden zum Verweilen.
Außerdem können die Besucher*innen eigene Gedanken da lassen. Mit Kulis auf Papiertaschentücher geschrieben oder gemalt, erzählen sie von eigenen Trosterlebnissen.
Bedienen dürfen sich die Besucher*innen natürlich gern an unsren Trostpflastern und auch ein Bild/ einen Spruch mit nehmen, der gefällt.

O-Töne einzelner Besucher*innen:
„Die wohltuende Ruhe dieser Höhle. Herrlich ist das hier!“
„Wie der Wind den Stoff hebt und senkt…“
„So könnten wir eigentlich mal einen Elternabend in unsrer Schule gestalten!“
„Wo ist denn hier die Kapelle?“
„Meine Mama hat für mich früher die Höhlen gebaut. Dann hat sie aus meinem Zimmer eine ganze Wohnung gemacht, in dem sie lauter Stoffbahnen als Wände hingehängt hat.“
„Die Höhlen unter den Tischen früher…“
„Danke. Schöne Idee“

eine Idee von Sandra Bohlken und Kerstin Spradau-Kahnt,
die sich erst kurz vor dieser Aktion kennenlernten
und beim Höhle bauen viel übereinander gelernt
und miteinander gelacht haben,
Juni 2016

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