Sieben Wochen ohne – ein Leben mit

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Ich lade euch ein, mit mir dem Geheimnis des Lebens auf die Spur zu kommen.
– Was macht mich aus?
– Wer bin ich?
– Wie möchte ich leben?
Das sind Fragen, die Menschen in jedem Alter immer wieder bewegen.
Eine mögliche Antwort fand ich in einer Meditation von Franz Kett, einem katholischen Theologen. Davon hab ich diese Gedanken behalten.

Wir Menschen stehen auf der Erde. Sie trägt uns und ernährt uns.
Wir sind aus dem Stoff der Erde gemacht und im Tod kehren wir zur Erde zurück.

Wir wachsen nach oben.
Zum Himmel, dahin wo Weite, Luft und Licht ist. In uns ist eine tiefe Sehnsucht nach Freiheit und Unendlichkeit.
Auf der Erde stehen wir, aber wir streben auch noch dem dort oben.

Unsere Mitte ist das Herz.
Unser Herz kann eng und weit, hart oder weich sein.
Im Herzen kommt der Himmel auf die Erde und die Erde wird gehimmelt.
Wenn wir unser Herz weit machen und öffnen, dann treten wir in echte Beziehungen zu unseren Mitmenschen. Dann öffnen wir unsere Arme und sind verbunden mit der Welt.

So, auf der Erde stehend, nach oben strebend, die Arme geöffnet, stehen wir im Kreuz.
Das Kreuz ist in unserer Gestalt. Wir tragen es in uns. Das Kreuz ist das Zeichen unserer Ganzheit.

So kann ich Jesu Wort neu verstehen: „Der … nehme sein Kreuz auf sich und folge mir.“
Das heißt dann:
Werde ganz Mensch,
richte dein Leben aus nach oben und unten,
zu denen links und rechts neben dir.

Jesus hat die Kreuzgestalt angenommen.
Wie er gelebt hat, so ist er gestorben: Im Kreuz, am Kreuz.
Er ist das Herz, die Offenbarung der Liebe Gottes, die den Tod und das Böse überwindet.

Andacht zu Mt. 16, 24
„Der … nehme sein Kreuz auf sich und folge mir.“

Angelika Pfeiler | 04.02.2008