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	<title>Geschichten &#8211; Ullis Materialbörse</title>
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	<description>Materialsammlung für die christliche Jugendarbeit</description>
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	<title>Geschichten &#8211; Ullis Materialbörse</title>
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		<title>Kommt das Christkind auch zu Bruno?</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Ulli]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 17 Dec 2022 11:27:30 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[An(ge)dachtes]]></category>
		<category><![CDATA[Geschichten]]></category>
		<category><![CDATA[Christkind]]></category>
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<p>„Kommt das Christkind auch zu Bruno?“ fragt Silke.<br>„Bruno? Welcher Bruno?“ will Oma wissen.<br>„Oma!“ Silke klingt vorwurfsvoll. „Bruno natürlich! Kösters Hund!“<br>„Ach so, <em>der</em> Bruno!“ Oma schmunzelt; denn seitdem die Kösters, die neuen Nachbarn, diesen neuen Hund haben und seitdem Silke ihn manchmal ausführen darf, ist nur noch von Bruno die Rede. Silke nervt ihre Eltern mit ihrem Wunsch: „Ein Hund! Bitte! Genau so einen wie Bruno! BITTE!!<br>„Also“, fängt Silke wieder an, „kommt das Christkind auch zu Bruno?“<br>„Ach, Silke“, Oma weiß nicht recht, was sie sagen soll. „Was meinst du denn mit Christkind?“ <br>„Das Christkind, das die Geschenke bringt, natürlich!“ Silke kann sich nur wundern.<br>„Und tut es das wirklich?“<br>„Oma! Natürlich nicht. Das Christkind ist so was wie der Weihnachtsmann. Den gibt’s auch nicht! Ich bin doch kein Baby mehr!“<br>„Na denn kannst du doch das Christkind spielen und dem Bruno zu Weihnachten ein Leckerli schenken“, meint Oma.<br>„Das mach ich bestimmt!“ , sagt Silke mit Nachdruck.<br>Nach einer Weile räuspert sich Oma. „Silke, ich finde, das Christkind gibt es doch.“<br>„Wie meinst du das denn?“ Silke ist erstaunt.<br>Oma sagt: „Also, ich meine eigentlich das Christuskind. Oder vielmehr, das Jesuskind.<br>„Ach so, der Jesus, der im Stall von -“ Silke weiß nicht weiter. Das letzte Weihnachten ist schon so lange her.<br>„Der Jesus, der im Stall von Bethlehem geboren wurde!“ sagt Oma. „Das ist ja der Grund, warum wir überhaupt Weihnachten feiern. Also dass Gott zu den Menschen gekommen ist.“<br>„Nur zu den Menschen?“ fragt Silke<br>„Ja“, erwidert Oma. „Nur zu den Menschen.“<br>„Und die Hunde? Sind sie Gott egal? Und all die anderen Tiere auch? Das geht doch nicht!“ Silke ist entrüstet.<br>„Lass uns mal nachdenken“, schlägt Oma vor. „Da fällt mir ein, dass Martin Luther -“<br>„Der die evangelische Kirche gestartet hat, der Luther?“ fragt Silke dazwischen.<br>Oma holt Luft: „Ja, genau. Der hat einmal gesagt, wenn Jesus für die Gänse oder die Kühe gekommen wäre, dann wäre er eine Gans oder eine Kuh geworden.“<br>„Jesus eine Gans oder eine Kuh?“ Silke findet das zum Lachen.<br>„Das ist eigentlich gar nicht zum Lachen“, meint Oma. „Es gibt ja viele Menschen, die denken, dass Gott sich nicht für die Tiere interessiert und dass man deshalb mit ihnen machen kann, was man will.“<br>„Aber das geht doch nicht!“ Silke regt sich auf. „Hat dein Luther auch so gedacht?“<br>„Nein, Silke, Luther hat gesagt, dass die Tiere so leben, wie Gott sie geschaffen hat. Deshalb brauchen sie keinen Jesus. Aber die Menschen brauchen Jesus. Sie haben ihn bitter nötig -“<br>„Weil sie oft so gemein sind?“ fragt Silke. „Und Krieg machen? Und sich tot schlagen? Klaus sagt, die Menschen sind gefährlicher als alle anderen Tiere. Aber Löwen sind doch auch gefährlich -“<br>„Dein Bruder hat recht“, sagt Oma. „Wir Menschen sind gefährlicher als alle anderen Lebewesen auf der Erde. Die Tiere nehmen sich nur so viel, wie sie zum Leben brauchen -“ <br>„Aber sie töten auch“, wirft Silke dazwischen. „Ja“, erwidert Oma, „aber sie morden nicht. Sie sind nicht böse.“<br>Silke und Oma schweigen eine Weile.<br>„Oma“, sagt Silke plötzlich, „Weihnachten können wir uns eigentlich sparen. Dieser Jesus nützt nichts.“<br>Oma blickt ihre Enkeltochter entgeistert an. Silke fährt fort: „Weil die Menschen ja doch böse bleiben. Dieser Krieg jetzt&#8230;“<br>„Ach, Silke“, antwortet Oma. „Gerade deshalb! Jesus ist wichtiger als je zuvor! Er zeigt uns die Alternative -“<br>„Alterna &#8211; was?“<br>„Alternative“, Oma setzt neu an. „Was ich damit sagen will: Jesus hat eine andere Kraft in die Welt gebracht. Und auf die müssen wir uns immer wieder besinnen. Die Kraft der Liebe! Die Kraft der Barmherzigkeit! Gerade weil jetzt wieder Krieg ist.“<br>„Ach, Oma“, sagt Silke traurig. „Wo ist denn diese Kraft?“<br>„Sie ist überall. Auch in Russland. Auch in der Ukraine. Bei allen Menschen, die helfen. Bei denen, die nach Auswegen suchen. Nach neuen Wegen. Denn irgendwann ist dieser Krieg zu Ende. Und dann sind die Leute gefragt, die wissen, wie man Friede macht.“ <br>„Oma, meinst du das wirklich? Silke ist nicht überzeugt.<br>„Ja“, sagt Oma und nimmt ihre Silke in die Arme. „Glaub mir, die Panzer haben nicht das letzte Wort!“</p>



<p class="has-text-align-right">Ein Text aus der „Silke und Oma“ Reihe von<br>ⓒ 2022 – Geiko Müller-Fahrenholz</p>
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		<title>TEA – Königin der Arche</title>
		<link>https://www.materialboerse.ejo.de/tea-koenigin-der-arche/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Ulli]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 03 Oct 2019 14:30:37 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Altes Testament]]></category>
		<category><![CDATA[Beispiele]]></category>
		<category><![CDATA[Geschichten]]></category>
		<category><![CDATA[Vorgemacht]]></category>
		<category><![CDATA[Arche]]></category>
		<category><![CDATA[Instagram]]></category>
		<category><![CDATA[Kinderbibeltage]]></category>
		<category><![CDATA[Noah]]></category>
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					<description><![CDATA[Alles begann mit einer unruhigen Nacht und wirren Träumen … als ich erwachte befand ich mich nicht mehr in meinem...]]></description>
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<p>Alles begann mit einer unruhigen Nacht und wirren Träumen … als ich erwachte befand ich mich nicht mehr in meinem Termiten-Palast sondern in einer dunklen, leicht feuchten, muffigen Holzdiele.<br>Nachdem ich mich aus dieser Diele heraus gearbeitet hatte, fand ich mich an einem seltsamen Ort wieder.<br>Ich dachte bei mir, „Wer hat nur diesen fürchterlichen Bau geplant? Das A und O eines guten Baues ist die Belüftung und hier war von Belüftung gar keine Rede, geschweige denn von einer guten…“. Na, egal. Erst einmal weiter. Ich musste herausfinden wo ich mich eigentlich befand.</p>



<p>Nachdem sich meine Augen an die Dunkelheit gewöhnt hatten, schälten sich aus der Dämmerung des Raumes die ersten Gestalten. Um mich herum wimmelte es von Kleintieren alle Arten. Ich war umgeben von Käfern, Würmern, Fliegen, Spinnen, Ameisen und vielen weiteren Arten.</p>



<p>Doch was war das? Irgendetwas stimmte nicht. Es waren trotzdem zu wenige. Zumindest von einigen Arten, wie diese fürchterlichen Ameisen.<br>Nachdem ich mich genauer umschaute entdeckte ich, dass von jeder Art nur ganze zwei Tiere da waren. Was hatte das nur zu bedeuten???<br>Die Sache wurde immer seltsamer. Ich versuchte einzelne Paare zu fragen, aber entweder schliefen sie oder konnten keine klare Auskunft geben.<br>Nur so was wie, „Wir mussten kommen. Es zog uns hier her. Wir wissen auch nicht wieso wir hier sind.“ Und ähnliche Antworten waren zu hören.<br>Ich beschloss also weiter zu suchen und der Sache auf den Grund zu gehen. </p>



<p class="has-text-align-center"><img src="https://s.w.org/images/core/emoji/17.0.2/72x72/2614.png" alt="☔" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /> </p>



<p><strong>Die Würmer</strong></p>



<p>Auf meiner Reise begegnete ich eines Tages den Würmern. Sie waren ein seltsames Paar und sehr anstrengend, wenn sie redeten. <br>Immer wenn die Würmer was zu sagen hatten, dann sagten sie immer das Gleiche und auch noch gleichzeitig. Auf Nachfrage, warum sie alles zusammen sagen, erklärten Sie:</p>



<p>„Naja, eigentlich sind wir gar nicht zwei Würmer. Als wir schon einige Zeit auf der Arche unterwegs waren, da hatte ich meinen Partner, der schon immer ziemlich paddelig war, verloren.  Er konnte Nachts schlecht schlafen und kroch dann gerne in der Gegend herum um sich müde zu machen. Eines Nachts ist es dann geschehen, eines der Tiere die im stehen schlafen, hatte ihn voll erwischt … Platt wie ‘ne Flunder und dreimal so tot.  Noah hat lange hin und her überlegt was er da machen könne. Eine der Frauen seiner Söhne wusste von unserer Fähigkeit, dass  wenn ein Wurm zerschnitten wird, beide Hälften weiterleben und nachdem er sich Kraft von Gott erbeten hatte, wagte er das Risiko. Er zerschnitt mich in der Mitte und durch Gottes Kraft gelang das Experiment! Meinem hinteren Teil wuchs tatsächlich wieder ein Kopf. Und so sind wir nun wie wir sind. “ </p>



<p>Nachdem ich mich bei den Würmern verabschiedet hatte, fraß ich mich durch die unterschiedlichsten Kammern und gelangte so zu den verschiedensten Tierarten.</p>



<p>„Wo bin ich hier nur gelandet und was ist das für ein komischer Bau?“ dachte ich bei mir.<br>Nach einigen Tagen, ich hatte mich nur noch nach Oben gearbeitet um zu sehen was dort ist, bemerkte ich etwas Sonderbares. Es schien mir als würde der ganze Bau schwanken! <br>Mit jedem Meter, den ich weiter aufwärts kam, wurde das Schwanken deutlicher und mir selbst schlechter.</p>



<p>Ich war mittlerweile bei den Tieren aus Afrika angelangt. Es war ein großer, geräumiger Raum mit einer besonders hohen Decke. Diese war auch nötig, denn in diesem Raum waren die größten Tiere untergebracht. Ein Tierpaar überragte alle und berührte mit dem Kopf fast die Decke: die Giraffen.<br>Vielleicht wissen ja die Giraffen, wo wir uns eigentlich befinden.</p>



<p class="has-text-align-center"><img src="https://s.w.org/images/core/emoji/17.0.2/72x72/2614.png" alt="☔" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /></p>



<p><strong>Die Giraffen</strong></p>



<p>Ich krabbelte über die Wände und dann an der Decke hängend bis ganz in die Nähe des Kopfes einer der beiden Giraffen.<br>&#8220;Hallo Giraffe!&#8221; sagte ich. Doch die Giraffe schien mich gar nicht zu hören, deshalb rief ich noch einmal aber diesmal so laut ich konnte: &#8220;Hallo Giraffe!!!&#8221; und dieses Mal hatte sie mich gehört, denn ich sah, wie sie zusammenzuckte und sich irritiert umschaute.</p>



<p>&#8220;Hier oben, neben deinem Kopf an der Decke!&#8221; rief ich wieder. Und nun fand sie mich und wirkte erleichtert, mich zu sehen.<br>&#8220;Oh. Da! Und ich dachte schon: Jetzt höre ich wieder eine körperlose Stimme die mir Verrücktes ins Ohr flüstert und ich mache noch seltsamere Dinge“ sprach die Giraffe.<br>&#8220;Was meinst Du mit verrückten Sachen?&#8221; fragte ich sie.</p>



<p>&#8220;Nun ja, kleine Termite, vor nicht all zu langer Zeit hörte ich schon einmal eine Stimme und die sagte mir, ich solle zur Arche gehen.&#8221;<br>&#8220;Arche? &#8211; Was ist das?&#8221; fragte ich nach.<br>&#8220;Wie, du weißt nichts von der Arche? … Na, die Arche ist dieses Schiff hier, in dem wir uns nun seit Wochen befinden.&#8221;<br>Aus dem was die Giraffe da erzählte, wurde ich nicht schlau. &#8220;Was ist denn nun schon wieder ein Schiff? Und was ich eigentlich wissen wollte ist: Warum schwankt dieser komische Bau?&#8221;.</p>



<p>&#8220;Liebe Termite, ich kann Dir nur erzählen, was ich gehört habe … erklären kann ich es Dir nicht. Aber vielleicht wissen die Elefanten ja mehr, denn sie haben sicher mehr gehört.&#8221;<br>&#8220;Wo finde ich denn die Elefanten?&#8221; fragte ich und die Giraffe wende den Kopf und wies mit ihren Höckern hinüber auf die andere Seite des Raumes. &#8220;Ich glaube sie sind da drüben.&#8221;<br>So krabbelte ich weiter in die Richtung, die mir die Giraffe gewiesen hatte.</p>



<p class="has-text-align-center"><img src="https://s.w.org/images/core/emoji/17.0.2/72x72/2614.png" alt="☔" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /></p>



<p><strong>Die Elefanten</strong></p>



<p>Als ich bei den Elefanten ankam, rief ich wieder aus Leibeskräften: &#8220;Hallo Elefanten, könnt ihr mich hören???&#8221;<br>Diesmal bekam ich sofort eine Antwort. &#8220;Ich höre eine Termite schreien … nur, wo bist Du und höre bitte auf zu schreien, ich kann Dich zwar nicht sehen aber taub bin ich nicht.&#8221;</p>



<p>&#8220;Oh, Entschuldigung&#8221; sagte ich, diesmal aber in normaler Lautstärke, &#8220;Ich bin hier oben an der Decke genau über euch.&#8221;<br>Beide Elefanten verdrehten ihre Köpfe bis sie einen winzigen Punkt an der Decke entdeckten, der sich scheinbar bewegte.<br>&#8220;Ah, da bist Du. Was können wir für Dich tun?&#8221; fragte der Elefant, der mir am nächsten war.</p>



<p>&#8220;Vorhin habe ich mit der Giraffe gesprochen und sie war der Ansicht, dass ihr mehr wissen müsstet&#8221; sprach ich. &#8220;Nun, das mag wohl sein, kleine Termite, nur, was möchtest Du denn wissen?&#8221;</p>



<p>&#8220;Also: … Was ist das für ein komischer Bau?, Was ist eine Arche?, Was ist ein Schiff?, Wie kommen wir alle hier her?, Warum sind wir alle hier zusammen? und Wo ist der Ausgang???&#8221; platzte es aus mir heraus.</p>



<p>&#8220;Na, dass sind aber eine ganze Menge Fragen, für so eine kleine Termite. … Wir können nicht alle Deine Fragen beantworten aber ein paar: &#8216;Wir haben alle die Stimme des Schöpfers dieser Welt vernommen.<br>Sie sagte uns, wir sollten uns auf den Weg machen und zu ein paar Menschen gehen, die vom Schöpfer beauftragt wurden, eine große Kiste aus Holz zu bauen.<br>Nach einigen Tagen haben wir diese Menschen gefunden. Sie bauten tatsächlich eine Holzkiste und das mitten in der Wüste. Als wir bei dieser Holzkiste ankamen,  setzte ein starker Regen ein.<br>Am Anfang war das nach Tagen der Wüstenwanderung auch noch sehr angenehm, aber es zeichnete sich kein Ende des Regens ab und die Menschen führten uns schließlich in diese Holzkiste.<br>Von den Affen, die die Menschen am Besten verstehen können, erfuhren wir, dass die Menschen zu dieser Kiste „Arche“ sagen. Aber ich weiß nicht, was das bedeutet. <br> In dieser Kiste fanden wir hier unseren Platz. Und als alle Tiere ihren Platz gefunden hatten, hörte ich wie das große Loch, durch das wir hereingekommen sind, verschlossen wurde. <br>Seit dem kommen die Menschen regelmäßig vorbei und versorgen uns mit Nahrung, und bringen unsere stinkende Scheiße weg. <br>Tagelang trommelte nur der Regen auf die Kiste, und nach einiger Zeit spürten wir dann, dass die Kiste angefangen hat zu schwanken. Warum das so ist, kann ich Dir nicht sagen.“  </p>



<p>„Und, kannst Du mir sagen warum wir überhaupt hier sind?“ unterbrach ich den Elefanten.</p>



<p>„Ich kann nur eine Vermutung aussprechen, die hier die Runde macht.<br>Die Tiere erzählen sich, dass die Welt um uns herum im Wasser versunken ist und nur wir noch übrig sind und nun in dieser Kiste auf dem Wasser schwimmen. Aber dies kann ich nicht bestätigen. Frage da besser die Affen, die scheinen mehr zu wissen oder begreifen vielleicht eher was das zu bedeuten hat.&#8221;<br>Ich bedankte mich bei den Elefanten und beschloss ihrem Rat zu folgen und die Affen aufzusuchen.</p>



<p class="has-text-align-center"><img src="https://s.w.org/images/core/emoji/17.0.2/72x72/2602.png" alt="☂" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /></p>



<p><strong>Die Affen</strong></p>



<p>Es dauerte länger als ich erwartet hatte sie zu finden, denn anders als die anderen Tiere blieben die Affen selten auf ihrem zugewiesenen Platz. Sie machten sich eine Spaß daraus die Menschen immer wieder zu ärgern. Wo sie nur konnten schlichen sie hinter ihnen her, klauten ihnen ihre Sachen und versteckten sie dann irgendwo in der &#8220;Arche&#8221;. Einmal sah ich, wie die Affen die Kleider der Menschen übergezogen hatten und in den Kleidern durch das Schiff stolzierten. Sie spielten mal wieder Mensch. <br>An diesem Abend fand ich dann zwei der größeren Affen in der Nähe der leeren Nahrungskisten im hinteren Teil der Arche. Hier wurden die meisten Lebensmittel gelagert. Seine Partnerin saß bei ihm und lauste ihm das Fell. Ich nutze die Gelegenheit und verwickelte sie in ein Gespräch.</p>



<p>&#8220;Hallo ihr Affen! &#8211; Die Elefanten sind der Meinung, dass ihr mir erklären könnt, warum wir in dieser schwankenden Kiste sind.&#8221;<br>Der Affe der an einer Kiste gelehnt saß, blickte auf und als er mich entdeckte sagte er: &#8220;Oh, eine kleine Termite. Komm bloß nicht auf die Idee überall Löcher ins Holz zu beißen … Und diese schwankende Kiste ist eine &#8216;ARCHE&#8217;!&#8221; &#8220;Tja, das haben mir andere Tiere auch schon gesagt, nur kann mir keiner erklären, was das eigentlich ist.&#8221; erwiderte ich. &#8220;Die Arche ist ein Schiff aus Holz! Gebaut von den Menschen. Und die haben den Auftrag dazu vom Schöpfer der Welt erhalten&#8221; sagte der Affe mit bedeutungsvoller Mine. Das Affenweibchen hinter ihm verdrehte bei seinen Worten nur die Augen. <br>&#8220;Ja, aber wozu das Ganze?&#8221; hielt ich dagegen. Der Affe stutzte etwas und blickte mich verwundert an. &#8220;Liebe Termite, hast Du es denn nicht mitbekommen? Die Welt um uns herum gibt es nicht mehr. Der Regen hat alles überflutet und wir sind die Glücklichen, die in diesem Paradies weiterleben können!&#8221; Das verschlug mir den Atem. Die Welt &#8211; untergegangen? Nein, das kann nicht sein. Nach einiger Zeit hatte ich mich wieder gefangen und sagte: &#8220;Hast Du für Deine Behauptung auch Beweise?&#8221; Das Affenweibchen antwortete: &#8220;Wenn Du uns nicht glauben willst, dann lass Dir von den Katzen doch das Loch zeigen, dass ein Specht in die Bordwand geklopft hat. Wenn Du da durch schaust, siehst du was draußen los ist.&#8221;<br>&#8220;Das werde ich machen, aber bevor ich der Sache nachgehe, möchte ich noch etwas wissen. Warum sind wir hier und wie lange müssen wir noch bleiben?&#8221; antwortete ich und der Affe an der Kiste richtete sich auf und sagte: &#8220;Der Regen hat alles überflutet. Aber wir sind gerettet. Warum willst Du überhaupt hier weg? Uns geht es doch besser als je zuvor! Wir sitzen im Trockenen, wir werden mit allen lebenswichtigen Dingen versorgt und brauchen keine Angst zu haben von wilden Tieren gefressen zu werden. Wir sind behütet, beschützt und geborgen. Wenn es nach mir geht, kann es so immer weiter gehen.&#8221; &#8211; &#8220;Das wird es aber nicht.&#8221; sagte darauf das Affenweibchen und setzte fort: &#8220;Schau Dich doch nur mal um, Du selber stehst neben einer leeren Nahrungsmittelkiste und um uns herum gibt es mittlerweile mehr leere Kisten als volle. Wenn unsere Reise nicht bald ein Ende nimmt, dann stehen auch uns sehr harte Zeiten bevor.&#8221; Ich schaute mich um und musste feststellen, dass sie Recht hatte.<br>Das Affenmännchen nickte betrübt und sagte dazu nur: „Die Menschen werden sich schon um uns sorgen. Vielleicht lassen sie deshalb auch andauernd Vögel fliegen, damit es weniger Mäuler gibt, die die Nahrungsmittel auffressen.&#8221; &#8211; &#8220;Pah! Wie dumm bist Du eigentlich?&#8221; erwiderte das Affenweibchen und verpasste dem Affenmännchen eine Kopfnuss. &#8220;So viel fressen die Vögel nun auch nicht. Das muss einen anderen Grund haben.&#8221; <br>&#8220;Habt ihr ein Idee?&#8221; erwiderte ich. &#8220;Keine Ahnung. Bisher konnten wir nicht mit den Vögeln reden. Die ersten Vögel die wegfliegen durften, ich glaube es waren Raben, sind nicht zurückgekommen, aber Gestern ist eine Taube zurückgekehrt, und wenn man den Katzen glauben kann, soll sie auch einen Zweig mit Blättern mitgebracht haben.&#8221; sagte das Affenweibchen bedeutungsvoll. </p>



<p>&#8220;Wieso wissen die Katzen das eigentlich?&#8221; dachte ich laut bei mir und das Affenmännchen antwortete abfällig: &#8220;Na, die haben doch auch nichts Besseres zu tun, als überall herum zu spionieren. Man sieht und hört sie nicht und doch schleichen sie überall herum und beobachten alles, als ob die Arche Ihnen gehören würde und sie für Recht und Ordnung sorgen müssten …&#8221;   In Gedanken wendete ich mich ab und wollte mich auf die Suche nach den Katzen machen als das Affenweibchen hinter mir her rief: &#8220;He, kleine Termite, alle Tiere hier an Bord sind zu zweit, je ein Männchen und ein Weibchen. Wo ist denn dein Partner?&#8221; Ich blieb wie vom Blitz getroffen stehen. Mein Partner? &#8211; Habe ich überhaupt einen oder bin ich die Einzige meiner Art? Ich muss unbedingt zu den Katzen, wenn jemand diese Frage beantworten kann, dann sie. Ohne ein Wort verschwand ich in der Decke und fraß mich weiter zum nächsten Deck durch.</p>



<p class="has-text-align-left">Das Affenmännchen hatte Recht, die Katzen waren sehr schwer zu finden. Sie schlichen immer irgendwo herum oder lagen an den unmöglichsten Stellen um von dort aus alles zu beobachten.<br>Als ich sie dann endlich fand, war es dann eher aus Zufall.</p>



<p class="has-text-align-center"><img src="https://s.w.org/images/core/emoji/17.0.2/72x72/2602.png" alt="☂" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /></p>



<p><strong>Die Katzen</strong></p>



<p>&#8220;Hoppla&#8221; sagte ich. Als ich mich gerade durch ein Brett hindurchgearbeitet hatte, musste ich feststellen, dass ich genau unter einem Tier herausgekommen war. Nachdem ich mich darunter hervorgearbeitet hatte, stellte ich fest, dass es eine schlafende Katze war.  &#8221;Hallo Katze!&#8221; rief ich und sofort richteten sich die Ohren der Katze auf mich aus und die Augen öffneten sich einen kleinen Spalt weit. &#8220;Katze, darf ich dich was fragen?&#8221; setzte ich an, und die Katze reagierte nur mit einem leisen murmelnden: &#8220;Das tust du bereits!&#8221; </p>



<p>&#8220;Äh, ja.&#8221; meinte ich nur und fuhrt dann aber fort: &#8220;Ich bin auf der Suche nach meinem Partner. Habt ihr eine weitere Termite in der Arche entdeckt?&#8221; Die Katze schnurrte eine ganze Zeit lang und ich dachte schon sie wäre bereits wieder eingeschlafen, als sie plötzlich wieder die Augen öffnete, sich aufrichtete und anfing zu putzen.</p>



<p>&#8220;Und, habt ihr eine weitere Termite entdeckt?&#8221; wiederholte ich meine Frage. Die Katze hielt kurz mit dem Putzen inne um nur zu sagen: &#8220;Nö.&#8221; Mich überlief ein kalter Schauer und zaghaft fragte ich nach: &#8220;Seid ihr ganz sicher, dass es auf der Arche keine weitere Termite gibt?&#8221; und wieder erhielt ich nur ein &#8220;Nö&#8221;. &#8220;Wie bitte? &#8211; Geht es vielleicht auch etwas ausführlicher?&#8221; entgegnete ich nun doch etwas gereizt. &#8220;Liebe kleine, ungeduldige Termite … Auf dem Oberdeck bei den Menschen gibt es noch Bereiche, die wir nicht kontrollieren&#8221; antwortet nun die Katze &#8220;… vielleicht versteckt sich dort eine weitere Termite. Ich weiß es nicht.&#8221; Mit diesen Worten wendete sich die Katze von mir ab und rollte sich wieder zusammen um weiter zu schlafen. </p>



<p>„Tja, aus der ist wohl nicht mehr heraus zu bekommen“, dachte ich bei mir und etwas frustriert machte ich mich auf den Weg zum Oberdeck, um mich bis zu den Menschen durchzubeißen.</p>



<p class="has-text-align-center"><img src="https://s.w.org/images/core/emoji/17.0.2/72x72/2602.png" alt="☂" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /></p>



<p>Während ich mich so durch die Decks und Dielen biss, geschah es dann.<br>Plötzlich vernahm ich erneut ein lautes Rumpeln. Ähnlich wie das, vor ein paar Tagen als das Schiff plötzlich aufhörte zu schwanken. Dieses  Mal war es aber anders. Unter den Tieren breitete sich eine Unruhe aus. Es machte das Gerücht die Runde, dass das Schiff geöffnet wurde und alle das Schiff verlassen könnten.</p>



<p>… Nein! … </p>



<p>Das durfte nicht sein! Wenn alle das Schiff verlassen, was würde dann aus mir? Sollte ich alleine zurück bleiben? Ich musste zum Oberdeck und zu den Menschen! Sie müssen wissen, ob ich allein bin oder ob es noch mehr von meiner Art gibt.</p>



<p class="has-text-align-center"><img src="https://s.w.org/images/core/emoji/17.0.2/72x72/2600.png" alt="☀" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /></p>



<p>So schnell ich konnte arbeitete ich mich weiter nach oben, und nach einiger Zeit durchbrach ich die letzte Decke und Sonnenlicht umfing mich.<br>Nachdem sich meine Augen an das grelle Licht gewöhnt hatten, schaute ich mich um. … </p>



<p>Alle waren fort. … Am Horizont stand ein bunter Bogen aus Licht … „Was hatte das nun wieder zu bedeuten?“.</p>



<p>Mir wurde klar, dass ich zu lange gebraucht hatte. Meine kurzen Beine hatten mich nicht schnell genug getragen und das letzte Holzdeck, durch das ich mich hatte beißen müssen, war dicker als die übrigen gewesen.<br>Traurig setzte ich mich auf die Reling der Arche und blickte in die sich bereits grünende Weite um das Schiff. Das Wasser war wieder fort.<br>Was sollte nun aus mir werden?</p>



<p>Plötzlich vernahm ich zum ersten Mal eine tiefe, angenehme, liebevolle Stimme. Die Stimme, die von überall zu kommen schien, sprach mich bei meinem Vornamen an: </p>



<p>&#8220;Tea! Hallo kleine Tea. Sei nicht betrübt, Du hast einen langen Weg hinter Dir und ich bin sehr stolz auf Dich.&#8221; <br>Erstaunt schaute ich mich um, konnte aber niemanden entdecken. &#8220;Wer spricht da?&#8221; rief ich daher und die Stimme antwortete gleich:<br>&#8220;Meine kleine Tea, es ist an der Zeit, dass ich Dir einiges erkläre: Ich bin Gott, der Schöpfer dieser Welt und allem Leben auf ihr. Ich war sehr unglücklich darüber, wie sich diese Welt entwickelt hatte und hatte daher beschlossen, alles Leben auf dieser Welt zu vernichten und dann einen Neuanfang zu wagen. Je ein Paar jeder Art sollte gerettet werden und deshalb habe ich auch Dich auf diese Arche gebracht. Du bist nicht die Letzte deiner Art! Auch für Dich habe ich ein Gegenüber vorgesehen. Nur musste ich ihn vor Dir verbergen, bis wir am Ziel sind.&#8221;</p>



<p>&#8220;Warum?&#8221; &#8211; &#8220;Tea, was wäre passiert, wenn ich Dich mit Deinem Partner gleich am Anfang der Reise zusammen gebracht hätte? Ihr hättet sofort ein neues Volk gegründet, wie es Deiner Art entspricht.&#8221;</p>



<p>&#8220;Und? Was wäre daran so schlimm gewesen?&#8221; &#8211; &#8220;Tea! &#8211; Die Arche ist aus Holz! Ihr hättet dieses Holz dazu verwand, euch einen neuen Termitenbau zu errichten. Das hätte aber auch zur Folge gehabt, dass die Arche sehr wahrscheinlich nicht wasserdicht geblieben und gesunken wäre. Das konnte ich nicht zulassen.&#8221;</p>



<p>&#8220;Oh. – Ja. Dass wäre wahrscheinlich so gekommen.&#8221;</p>



<p>&#8220;Deshalb musstest Du als einzige bis jetzt warten, aber die Zeit zu warten ist nun auch für Dich zu Ende. Hinter dieser Wand wirst Du Deinen Partner finden, geh zu ihm, gründe mit ihm ein neues Volk. Die Arche will ich Dir als Geschenk übergeben. Baue aus ihr ein neues Zuhause für Dich und Dein Volk. Es soll Dir und Deinen kommenden Generationen gehören, bis nicht von ihr übrig geblieben ist. &#8211; Lebe nun wohl meine kleine Königin der Arche!&#8221;</p>



<p>Und mit diesen Worten wurde es mir ganz warm ums Herz und ich stürmte um die Wand. Hinter ihr fand ich meinen Partner und gemeinsam schufen wir unser Volk.  Es wurde von Generation zu Generation größer und größer.  Nach vielen Jahren war von der Arche dann tatsächlich nichts mehr geblieben und mein Volk zerstreute sich in die Welt und gründete weitere Völker und lebt seit dem glücklich und zufrieden unter dem Segen unseres Schöpfers.</p>



<p class="has-text-align-right">© Ulrich Bohlken, <br>geschrieben für die Kinderbibeltage in Brake an der Weser, im Februar 2012</p>
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		<title>Erntedankfest &#8211; Wir ernten was wir sähen.</title>
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		<pubDate>Sun, 25 Aug 2019 17:51:52 +0000</pubDate>
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<p>„Erntedankfest? Wieso das denn?!“ sagt Silke. Die ganze Familie sitzt am Sonntagmorgen beim Frühstück zusammen. Auch Oma ist da. Und Vetter Peter. ( Silke findet ihn toll, weil er schon 20 ist und so gut aussieht!)&nbsp;</p>



<p>„Pass auf, dass dir der Honig nicht vom Brötchen tropft!“, ruft die Mama dazwischen.</p>



<p>„Aber, Silke,“ fragt Oma, „was hast du denn gegen das Erntedankfest?“</p>



<p>„Ach, das ist doch nur was für Bauern!“ meint das Kind. „Die ernten Kartoffeln oder Weizen und solche Sachen. Wir doch nicht!“</p>



<p>„Aber wir essen doch die Sachen, die die Bauern ernten!“, sagt Silke Vater, „also geht uns das Erntedankfest auch etwas an.“</p>



<p>„Siehst du“, meint Oma augenzwinkernd. „Da sind dein Papa und ich uns wieder einmal einig!“ Und ernst geworden, fügt sie hinzu: „Es gibt so viel, das uns die Natur schenkt. Uns geht es doch so gut. Wenn ich daran denke, wie es Opa Jakob und uns erging, als wir jung waren -“</p>



<p>„Ach, Oma, nicht schon wieder diese alten Geschichten!“ ruft Silkes Mama dazwischen.</p>



<p>Da sagt Peter, der bisher geschwiegen hatte: „Erntedankfest? Was ist das für Leute wie mich? Okay, ich hab einen guten Job. Aber so viele junge Leute in Spanien oder Griechenland, die möchten auch gerne arbeiten. Möchten was ernten, sozusagen. Aber da ist nichts! Erntedank für Arbeitslose?!“</p>



<p>Silke sieht ihren Vetter überrascht an. Was der für Gedanken im Kopf hat! Aber dann sagt sie: „Trotzdem, Peter, Papa hat recht! Es gibt viel zu danken. Nicht nur für Kartoffeln oder Bananen, sondern auch für die Autos und die Flugzeuge und für Reisen in den Urlaub -“</p>



<p>Da mischt sich Bruder Klaus ins Gespräch: „Ach, Silke, das ist doch Quatsch! Dieser ganze Konsum. Es gibt von allem zu viel. Und dann wird so viel weggeschmissen! Obstvernichtung und Erntedankfest! Schöne Mischung!“ Klaus holt tief Luft – da unterbricht ihn die Mama.</p>



<p>„Ach Klaus, verdirb&#8217; uns doch nicht das schöne Frühstück!“ Aber wenn Klaus erst mal in Fahrt ist, dann ist er nicht zu stoppen. „Mama! Es ist doch so! Es wird produziert wie verrückt! Aber es wird schlecht verteilt. Warum gibt es denn noch so viele, die hungern? Und dann wird auch noch das Grundwasser vergiftet. Und die Luft. Und die Böden! Kann mir mal jemand diesen Wahnsinn erklären?“</p>



<p>Da niemand das konnte, wurde weiter gefrühstückt und über alles Mögliche geredet. Nur Oma blieb still. In sich gekehrt saß sie da.</p>



<p>Nach einer langen Weile räusperte sie sich und sagte: „Entschuldigt, wenn ich noch mal davon anfange. Vom Erntedankfest. Ich finde auch, dass es zu viel Wahnsinn gibt. Und dass sich sehr viel ändern muss. Aber wer fängt damit an? Das müssen doch wohl Menschen sein, die in sich gehen und sich besinnen?“</p>



<p>Alle blicken die Oma erstaunt an. Solche Reden hält sie eigentlich nie.</p>



<p>Und dann fügt sie noch hinzu: „Darum finde ich, dass das Erntedankfest nötig ist. Wir müssen danken. Dann können wir auch besser denken.“</p>



<p>„Oma!“ sagt Klaus anerkennend, „du bist ja eine richtige Philosophin!“</p>



<p>„Ach was“, entgegnet sie, „ich habe mich nur an einen Spruch erinnert -“</p>



<p>„An einen Spruch von Jesus?“ fährt Silke dazwischen.</p>



<p>„Nein, Silke. Diesmal nicht. Das hat ein anderer gesagt. Vielleicht war es Paulus.: „Macht euch nichts vor! Gott lässt sich nicht spotten. Was der Mensch sät, das wird er ernten.“ Oma macht eine Pause. „Ich muss immer daran denken“, sagt sie leise.</p>



<p>„Aber Oma!“ Silke schüttelt den Kopf. „Wir säen doch gar nicht!“</p>



<p>Ihr Vater mischt sich ein. „So meint Oma das auch gar nicht. Es ist so, dass wir für das, was wir tun, gerade stehen müssen. Auch für die Art und Weise, wie wir miteinander umgehen.“</p>



<p class="has-text-align-left">„Und auch mit der Natur!“, ergänzt Klaus. „Der Wahnsinn muss ein Ende haben!“</p>



<p class="has-text-align-right">Ein Text aus der &#8220;Silke und Oma&#8221; Reihe von<br>ⓒ 2019 &#8211; Geiko Müller-Fahrenholz</p>
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		<title>Wo Gott ist, da ist der Himmel</title>
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		<pubDate>Sat, 10 Aug 2019 08:42:50 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[An(ge)dachtes]]></category>
		<category><![CDATA[Geschichten]]></category>
		<category><![CDATA[Erde]]></category>
		<category><![CDATA[Gott]]></category>
		<category><![CDATA[Himmel]]></category>
		<category><![CDATA[Tod]]></category>
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<p>„Oma, die Sache ist so,“ sagt Silke am Telefon. „Christine und Max &#8211; die sind in meiner Klasse &#8211; die haben sich gestritten.“</p>



<p>„Worüber denn?“ will Oma wissen.</p>



<p>„Der Opa von Max ist gestorben. Da hat Christine gesagt: &#8216;Der ist jetzt im Himmel.&#8217; Aber Max war ganz wütend. &#8216;Das ist gelogen!&#8217; hat er geschrien. Sie haben ihn in eine Kiste gepackt und in der Erde vergraben!“ Also, Oma, wo ist er? Im Himmel oder in der Erde?“</p>



<p>„Ja“, sagt Oma&nbsp; nach einer kleinen Pause: „Ich denke, sie haben beide recht. Er ist in der Erde und im Himmel.“</p>



<p>„Oma!“ Silke ist sprachlos. „Das kann doch gar nicht sein!“</p>



<p>„Warum denn nicht?“ antwortet Oma. „Der Max hat ja recht, wenn er sagt, dass sein Opa in einem Sarg – es wird ja wohl keine Kiste gewesen sein – begraben worden ist.&nbsp; Und dass er in der Erde liegt -“</p>



<p>„Aber da ist doch grässlich!“ fährt Silke dazwischen. „In der Erde!?“&nbsp;</p>



<p>„Silke! Ich war noch nicht fertig!“</p>



<p>„Entschuldige, Oma!“</p>



<p>Oma holt Luft. „Silke, ich habe eine Frage für dich. Glaubst du, dass Gott alles geschaffen hat?“</p>



<p>„Ja, natürlich!“ ist die Antwort.</p>



<p>„Hat Gott denn auch die Erde geschaffen?“</p>



<p>„Aber klar! Oma, warum fragst du denn so leichte Sachen?“ Silke ist erstaunt.</p>



<p>„Nun denk mal nach, Silke,“ meint Oma, „wenn Gott auch die Erde geschaffen ist, dann ist er doch auch bei den Toten, die in der Erde sind. Oder?“</p>



<p>„Gott in der Erde?“ Silke versteht die Welt nicht mehr. „Bei den Würmern und all den schrecklichen Tieren, die da herumkriechen?“</p>



<p>Oma setzt wieder ein: „Also, wir haben doch schon mal darüber gesprochen, dass wir uns Gott nicht als einen alten Mann vorstellen dürfen, nicht wahr? Sondern dass Gott auch eine gewaltige Energie ist. Und die wirkt auf der Erde. Und in der Erde. Und im ganzen Universum. Darum gibt es keinen Ort, wo wir ohne Gott sind. Auch wenn wir gestorben sind, dann sind wir immer noch in Gottes Kraft.“</p>



<p>Silke hat aufmerksam zugehört. Schließlich sagt sie: „Wenn das so ist, dann ist der Opa von Max da unten in seiner Kiste ganz gut aufgehoben?“</p>



<p>„Ja, Silke, das hast du gut gesagt!“</p>



<p>Oma will gerade auflegen, da sagt Silke: „Oma, und was ist mit Christine?“</p>



<p>„Was soll mit ihr sein?“</p>



<p>„Na ja“, meint Silke, „sie hat doch gesagt, der Opa von Max ist im&nbsp; Himmel. Und du hast gesagt, dass sie damit recht hat. Da stimmt doch was nicht!“</p>



<p>Oma kommt mit einer Gegenfrage: „Was meinst du denn, wo der Himmel ist?“</p>



<p>„Oma!! Das weiß doch jedes Kind,“ wundert sich Silke. „Himmel, das ist doch oben! Über den Wolken!“</p>



<p>„Wirklich?“</p>



<p>„Ja“, entgegnet Silke, „wo sollte er denn sonst sein?“</p>



<p>„Ich glaube“, sagt Oma, „dass der Himmel dort ist, wo Gott ist.“</p>



<p>„Der Himmel ist dort, wo Gott ist?“ wiederholt Silke. „Dann wäre der Himmel auch auf der Erde? Auch in der Erde? Irgendwie komisch!“</p>



<p>„Findest du?“ meint Oma. „Der Himmel, das ist doch, wo es uns wirklich gut geht, oder? Und wo könnte es uns besser gehen als bei Gott? Deshalb sage ich ja, wo Gott ist, da ist der Himmel.“</p>



<p>„Na ja, Oma“, Silke klingt nicht überzeugt. „Das werde ich Christine und Max mal erzählen.“</p>



<p>Am nächsten Tag ist Silke wieder am Telefon. „Oma“, sagt sie, „als ich ihnen das mit Gott und dem Himmel erklären wollte, sagten sie: Wir haben uns geeinigt. Und Max ist nicht mehr wütend.“</p>



<p>Oma ist überrascht: „Sie haben sich geeinigt? Wie denn?“</p>



<p>„Der Körper von Maxens Opa, der ist in der Kiste. Also in dem Sarg. Seine Knochen waren ja auch schon ganz bröselig. Aber die Seele von dem Opa, die ist im Himmel.“</p>



<p>„Ach so“, erwidert Oma, „das ist ja was ganz Neues!“</p>



<p>„Findest du?“ Silke merkt, dass Oma diese Erklärung nicht so toll findet.</p>



<p>„Also“, meint Oma, „was Christine und Max sich ausgedacht haben, das ist nichts Neues, sondern etwas ganz Altes. Die alten Griechen haben sich das auch schon so gedacht. Die Seele, sagten sie, ist etwas Ewiges und kommt von Gott. Der Körper, der ist vergänglich und wird wieder zu Erde. Wenn der Mensch tot ist, kehrt die Seele wieder zu Gott zurück.“</p>



<p>„Klingt doch gut!“ meint Silke. „Was hast du denn dagegen?“</p>



<p>„Ich finde, da wird was getrennt, was zusammengehört. Für mich sind Seele und Körper eine Einheit, und Gott kümmert sich auch um den Körper. Gottes Kraft hält alles zusammen.“</p>



<p>„Ach, Oma“ seufzt Silke, „das ist mir zu hoch.“</p>



<p>„Ich hab ja nur gesagt, was ich denke,“ meint Oma. „Hauptsache, Max ist nicht mehr wütend!“</p>



<p>„Hauptsache?“&nbsp;</p>



<p>„Ich denk mir das so: Max hatte seinen Opa sehr lieb. Und darum war er so wütend, dass sie ihn in eine Kiste gesteckt und in der Erde vergraben haben.“</p>



<p>„Vielleicht hat Max gedacht, sein Opa hätte was Besseres verdient?“, vermutet Silke.</p>



<p>„Könnte doch sein, oder?“ ergänzt Oma.&nbsp;</p>



<p>„Oma!“ sagt Silke, „vielleicht ist der Opa ja ganz froh, dass er seine bröseligen Knochen los ist?“</p>



<p>„Silke!“, sagt Oma, du bist unmöglich!“<br></p>



<p class="has-text-align-right"><em>Ein Text aus der &#8220;Silke und Oma&#8221; Reihe von<br>ⓒ 2019 &#8211; Geiko Müller-Fahrenholz</em></p>
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		<title>Der Bäcker von Paris</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Ulli]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 10 Jan 2016 14:22:03 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[An(ge)dachtes]]></category>
		<category><![CDATA[Geschichten]]></category>
		<category><![CDATA[Abendmahl]]></category>
		<category><![CDATA[Achtsamkeit]]></category>
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<p>An der Jakobstraße in Paris liegt ein Bäckerladen;&nbsp; da kaufen viele hundert Menschen ihr Brot. Der Besitzer ist ein guter Bäcker. Aber nicht nur deshalb kaufen die Leute des Viertels dort gern ihr Brot. Noch mehr zieht sie der alte Bäcker an: der Vater des jungen Bäckers. Meistens ist nämlich der alte Bäcker im Laden und verkauft.</p>



<p>Dieser alte Bäcker ist ein spaßiger Kerl. Manche sagen: Er hat einen Tick. Aber nur manche; die meisten sagen: Er ist weise, er ist menschenfreundlich.&nbsp; Einige sagen sogar: Er ist ein Prophet. Aber als ihm das erzählt wurde, knurrte er vor sich hin: „Dummerei &#8230;“<br>Der alte Bäcker weiß, dass man Brot nicht nur zum Sattessen brauchen kann, und gerade das gefällt den Leuten. Manche erfahren das erst beim Bäcker an der Jakobstraße, zum Beispiel der Omnibusfahrer Gerard, der einmal zufällig in den Brotladen an der Jakobstraße kam. „Sie sehen sehr bedrückt aus“, sagte der alte Bäcker zum Omnibusfahrer.<br>„Ich habe Angst um meine kleine Tochter“, antwortete der Busfahrer Gerard.„Sie ist gestern aus dem Fenster gefallen, vom zweiten Stock.“&nbsp;„Wie alt?“ fragte der alte Bäcker.&nbsp;„Vier Jahre“, antwortete Gerard.<br>Da nahm der alte Bäcker ein Stück vom Brot, das auf dem Ladentisch lag, brach zwei Bissen ab und gab das eine Stück dem Busfahrer Gerard.<br>„Essen Sie mit mir“, sagte der alte Bäcker zu Gerard, „ich will an Sie und Ihre kleine Tochter denken.“<br>Der Busfahrer Gerard hatte so etwas noch nie erlebt, aber er verstand sofort, was der alte Bäcker meinte, als er ihm das Brot in die Hand gab. Und sie aßen beide ihr Brotstück und schwiegen und dachten an das Kind im Krankenhaus. Zuerst war der Busfahrer Gerard mit dem alten Bäcker allein. Dann kam eine Frau herein. Sie hatte auf dem nahen Markt zwei Tüten Milch geholt und wollte nun eben noch Brot kaufen. Bevor sie ihren Wunsch sagen konnte, gab ihr der alte Bäcker ein kleines Stück Weißbrot in die Hand und sagte: „Kommen Sie, essen Sie mit uns: Die Tochter dieses Herrn liegt schwer verletzt im Krankenhaus – sie ist aus dem Fenster gestürzt. Vier Jahre ist das Kind. Der Vater soll wissen, dass wir ihn nicht allein lassen.“ Und die Frau nahm das Stück Brot und aß mit den beiden.</p>



<p>– So war das oft in dem Brotladen, in dem der alte Bäcker die Kunden bediente. Aber es passierte auch anderes, über das sich die Leute noch mehr wunderten.</p>



<p>Da gab es zu Beispiel eine Geschichte mit Gaston:<br>An einem frühen Morgen wurde die Ladentür aufgerissen, und ein großer Kerl stürzte herein. Er lief vor jemandem fort; das sah man sofort. Und da kam ihm der offene Bäckerladen gerade recht. Er stürzte also herein, schlug die Tür hastig hinter sich zu und schob den Riegel von innen vor.<br>„Was tun Sie denn da?“ fragte der alte Bäcker. „Die Kunden wollen zu mir herein, um Brot zu kaufen. Machen Sie die Tür sofort wieder auf.“<br>Der junge Mann war ganz außer Atem. Und da erschien vor dem Laden auch schon ein Mann wie ein Schwergewichtsboxer, in der Hand eine Eisenstange. Als er im Laden den jungen Kerl sah, wollte er auch hinein. Aber die Tür war verriegelt.<br>„Er will mich erschlagen“, keuchte der junge Mann.<br>„Wer? Der?“ fragte der Bäcker.<br>„Mein Vater“, schrie der junge Mann, und er zitterte am ganzen Leibe. „Er will mich erschlagen. Er ist jähzornig. Er ist auf neunzig!“<br>„Das lass mich&nbsp; nur machen“, antwortete der alte Bäcker, ging zur Tür, schob den Riegel zurück und rief dem schweren Mann zu: „Guten Morgen, Gaston! Am frühen Morgen regst du dich schon so auf? Das ist ungesund. So kannst du nicht lange leben. Komm herein, Gaston. Aber benimm dich. Lass den Jungen in Ruh! In meinem Laden wird kein Mensch umgebracht!“<br>Der Mann mit der Eisenstange trat ein. Seinen Sohn schaute er gar nicht an. Und er war viel zu erregt, um dem Bäcker antworten zu können. Er wischte sich mit der Hand über die feuchte Stirn und schloss die Augen. Da hörte er den Bäcker sagen: „Komm, Gaston, iss ein Stück Brot; das beruhigt. Und iss es zusammen mit deinem Sohn, das versöhnt. Ich will auch ein Stück Brot essen, um euch bei der Versöhnung zu helfen.“ Dabei gab er jedem ein Stück Weißbrot. Und Gaston nahm das Brot, auch sein Sohn nahm das Brot. Und als sie davon aßen, sahen sie einander an, und der alte Bäcker lächelte beiden zu. Als sie das Brot gegessen hatten, sagte Gaston: „Komm, Junge, wir müssen an die Arbeit.“</p>



<p class="has-text-align-right">Aus Heinrich A. Mertens:<br><strong>Brot in deiner Hand<br></strong>Geschichten für Kindern von der Bedeutung des heiligen Mahles<br>6. Auflage München 1982 | S. 5-8 | ©Eva Mertens<br><strong>Herausgeber : </strong>Pfeiffer Verlag, 1975 (1. Januar 1975)</p>
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		<title>Die kommen doch nur her, um sich hier aushalten zu lassen!</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Ulli]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 09 Nov 2015 12:55:05 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[An(ge)dachtes]]></category>
		<category><![CDATA[Geschichten]]></category>
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		<category><![CDATA[Achtsamkeit]]></category>
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<p class="has-text-align-left"><strong>Richtig?</strong><br>&#8230;<br>Du bist 29 Jahre alt und hast eine Frau, zwei Kinder und einen Job. Du kommst über die Runden. Du kannst dir auch mal was leisten, und lebst in einem kleinen Häuschen in der Stadt.<br>Plötzlich ändert sich die politische Lage in deinem Land und ein paar Monate später stehen Soldaten vor deinem Haus. Und vor den Häusern der Nachbarn.<br>Sie sagen, wenn du nicht für sie kämpfst, erschießen sie dich.<br>Dein Nachbar weigert sich.<br>Ein Schuss. Das wars.<br>Du hörst, wie einer der Soldaten zu deiner Frau sagt, dass sie die Beine breit machen soll.<br>Du schaffst es irgendwie, die Soldaten erstmal loszuwerden und denkst die halbe Nacht lang nach.<br>Auf einmal hörst du einen Einschlag. Dein Haus hat kein Wohnzimmer mehr.<br>Ihr rennt raus und seht, dass die ganze Straße zerstört ist.<br>Kein Stein steht mehr auf dem anderen.<br>Du bringst deine Familie zurück ins Haus und rennst an die Stelle, an der das Haus deiner Eltern stand.<br>Es ist nicht mehr da. Deine Eltern auch nicht.<br>Du siehst dich um und entdeckst einen Arm mit dem Ring deiner Mutter am Finger. Der Rest deiner Eltern ist nichtmal mehr auffindbar.<br>Aber die Asylanten haben so viel Luxuszeug! Smartphones, Markenklamotten undso! Richtig?<br>&#8230;<br>Du denkst jetzt nicht mehr nach. Du rast nach Hause und rufst, deine Frau soll die Kinder anziehen. Du schnappst dir eine kleine Tasche, denn mehr könnt ihr auf die Dauer nicht tragen, und packst das Nötigste. Nur je 2 Kleidungsstücke pro Kopf passen in die Tasche.<br>Was nimmst du mit???<br>Du wirst deine Heimat vermutlich nie wiedersehen.<br>Deine Familie nicht, deine Nachbarn nicht, deine Arbeitskollegen &#8230;<br>Aber wie sollst du in Kontakt bleiben?<br>&#8230;<br>Hektisch wirfst du also dein Smartphone und das Ladekabel in die Tasche.<br>Dazu von jedem ein paar Klamotten, etwas Brot und das Lieblingskuscheltier deiner kleinen Tochter.<br>Die können sich die Flucht doch locker leisten. Dann sind die auch nicht arm!<br>&#8230;<br>Für den Notfall, denn man hat es kommen sehen, hast du all dein Geld bereits zusammengekratzt.<br>Durch deinen recht gut bezahlten Job hast du etwas auf der Seite gehabt.<br>Pro Kopf kostet der nette Schlepper von nebenan schlappe 5000 Euro.<br>Du hast 15.000. Wenn du Glück hast, können alle mit. Wenn nicht, musst du dich von deiner Frau trennen.<br>Du liebst sie und betest, dass sie euch alle mitnehmen.<br>Spätestens jetzt bist du vollkommen blank und hast nichts mehr. Nur deine Familie und die Tasche.<br>Die Flucht bis zur Landesgrenze dauert zu Fuß zwei Wochen.<br>Du hast Hunger und seit einer Woche kaum etwas gegessen. Du bist schwach, genau wie deine Frau. Aber Hauptsache die Kinder haben genug.<br>Sie weinen die ganzen 2 Wochen über.<br>Die Hälfte der Zeit musst du deine kleinste Tochter tragen. Sie ist erst 21 Monate alt.<br>Nach weiteren 2 Wochen seid ihr am Meer.<br>Ihr werdet mitten in der Nacht mit hunderten anderer Flüchtlinge auf ein Schiff geladen.<br>Du hast Glück. Deine ganze Familie darf mit.<br>Das Schiff ist so voll, dass es zu kentern droht. Du betest, dass ihr nicht ertrinkt.<br>Die Leute um dich herum weinen, schreien.<br>Ein paar kleinere Kinder sind verdurstet.<br>Die Schlepper werfen sie über Bord.<br>Deine Frau sitzt teilnahmslos in einer Ecke. Sie hat seit 2 Tagen nichts getrunken.<br>Als die Küste in Sicht ist, werdet ihr auf Beiboote verteilt.<br>Deine Frau und deine Kleinste auf eins, und du und die Große auf das daneben.<br>Ihr werdet ermahnt, die Klappe zu halten, damit euch niemand kommen hört.<br>Deine Große versteht das.<br>Deine kleine im Nebenboot nicht. Sie hört nicht auf zu weinen.<br>Die anderen Flüchtlinge werden nervös. Sie halten deine Frau an, das Kind ruhig zu stellen.<br>Sie schafft es nicht.<br>Einer der Männer packt deine Tochter, entreißt sie deiner Frau, und wirft sie über Bord.<br>Du springst hinterher, aber du findest sie nicht mehr.<br>Nie mehr.<br>In 3 Monaten wäre sie 2 Jahre alt geworden.<br>Das reicht euch noch nicht?! Die habens hier immernoch zu gut und kriegen alles in den Arsch geschoben?<br>&#8230;<br>Wie du, deine Frau und deine große Tochter es in das Land, das euch aufnimmt, geschafft haben, weißt du nicht mehr.<br>Alles ist wie in Watte gepackt. Deine Frau hat seit dem Tod eurer Tochter nicht mehr gesprochen.<br>Deine Große hat seitdem das Kuscheltier der kleinen auf dem Arm und ist völlig apathisch.<br>Du musst durchhalten. Ihr seid gleich an der Notunterkunft angekommen.<br>Es ist 22 Uhr. Ein Mann, dessen Sprache du nicht sprichst, führt euch in eine Halle mit Feldbetten.<br>Dicht an dicht stehen sie. 500 Stück.<br>In der Halle ist es stickig und laut.<br>Du versuchst dich zu orientieren. Zu verstehen, was die Menschen dort von dir verlangen.<br>Aber eigentlich kannst du kaum noch stehen. Eigentlich wünscht du dir fast, sie hätten dich erschossen.<br>Stattdessen packst du deine Habseligkeiten aus:<br>Je zwei Teile für jeden, und dein Smartphone.<br>Dann verbringt ihr die erste Nacht in einem sicheren Land.<br>Am nächsten Morgen wird Kleidung an euch verteilt.<br>Auch Markenklamotten sind unter den Spenden. Und ein Spielzeug für deine Tochter.<br>Du bekommst 140 Euro. Für den ganzen Monat.<br>Die sind doch jetzt hier sicher. Also sollen die sich freuen!<br>&#8230;<br>Draußen im Hof hältst du in deinen neuen Klamotten dein Smartphone in die Luft und hoffst auf Empfang.<br>Du musst wissen, wer aus deiner Stadt noch lebt.<br>Dann kommt ein &#8220;besorgter Bürger&#8221; vorbei und beschimpft dich.<br>Du weißt nicht, wieso. Du verstehst was von &#8220;Zurück in dein Land!&#8221;<br>Bruchstücke von &#8220;Smartphone&#8221; und &#8220;alles in den Arsch gesteckt&#8217; bekommst du noch mit.<br>Irgendwer konnte es übersetzen.<br>&#8230;<br>Und jetzt sag mir, wie du dich fühlst und was du besitzt.<br>&#8230;<br>Die Antwort auf beide Fragen ist:&#8221; NICHTS!&#8221;<br><code></code></p>



<p class="has-text-align-right">Darf geteilt werden.<br> Inhalte sind aus diversen wahren Flüchtlingserlebnissen übernommen.<br> Der Text ist von <a rel="noopener" href="https://www.facebook.com/tina.beckmann.84?fref=nf" target=":blank">Tina Beckmann</a>.<br> Bild: Marko Djurica / Reuters<br><code> </code></p>
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		<title>Ich bin in die Welt gekommen als ein Licht</title>
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		<pubDate>Wed, 22 Oct 2014 11:08:32 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Jesus sagt von sich: Ich bin in die Welt gekommen als ein Licht, damit, wer an mich glaubt, nicht in...]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Jesus sagt von sich:</p>
<p style="padding-left: 60px;"><em>Ich bin in die Welt gekommen als ein Licht,</em><br />
<em>damit, wer an mich glaubt,</em><br />
<em>nicht in der Finsternis bleibe.</em> <code><em>(Joh. 12,46)</em></code></p>
<p>Eines Tages bemerket der König, dass er alt geworden war. Er rief seine beiden Söhne in die große Halle, und sprach zu ihnen: &#8220;Bis zum Abend habt ihr Zeit, diese Halle zu füllen.&#8221; Er gab ihnen einen Silberling. Das war nicht viel. Und weiter sagte er zu ihnen: &#8220;Wer es schafft, der soll mein Nachfolger werden.&#8221; Die Beiden zogen los.</p>
<p>Der Ältere kam an ein Feld, auf dem Leute gerade Weizen droschen.<br />
&#8220;Ich gebe euch einen Silberling für die Spreu!&#8221; sagte er zu den Bauern, und die waren froh, die Spreu los zu sein und brachten sie sogar ins Schloss.<br />
&#8220;Du kannst mich zum König machen!&#8221; rief der Ältere seinem Vater zu. &#8220;Ich habe die Halle gefüllt!&#8221;<br />
Aber der Vater wollte noch warten.</p>
<p>Als es dämmerte, kam schließlich der Jüngere. Er sagte: &#8220;Räumt dieses nutzlose Zeug hier raus!&#8221; Dann stellte er eine Kerze in die Mitte der Halle. Er zündete sie an. Warmes Licht füllte den Raum und ließ die Gesichter des Königs und der Söhne, der Diener und der Mägde leuchten.<br />
Da lächelte der alte König und sprach: &#8220;Du wirst mein Nachfolger.&#8221;</p>
<p><strong><em>Was geschieht da in der Halle?</em></strong><br />
Diese kleine Kerze, dieses kleine Licht, so klein und doch so mächtig!<br />
Es leuchtet die ganze Halle aus.<br />
Es taucht die Gesichter in ein warmes Licht.<br />
Man sagt ja, das Kerzenlicht schön macht.<br />
Eigentlich ein schöner Gedanke.<br />
Es schenkt jedem Licht.<br />
Da spielt die Herkunft und der Stand keine Rolle.</p>
<p>Wenn man sich mit Christus beschäftigt, und einmal versucht herauszubekommen, was er eigentlich will, dann fällt einem auf, dass Jesus mit seinem Ausspruch:<br />
<em>&#8220;Ich bin in die Welt gekommen als ein Licht, &#8230;&#8221;<br />
</em>Eine gute Beschreibung seines Wesen gegeben hat.</p>
<p>Jesus ist in die Welt gekommen, wie diese kleine Kerze, unscheinbar und auf den ersten Blick alles andere als mächtig.<br />
Er hat sich in seinem Leben den Menschen zugewandt und ihnen seine Nächstenliebe entgegengebracht, ohne nach Herkunft und Stand zu fragen.<br />
Er hat seine Kraft für alle gegeben.<br />
Er hat sich wie diese Kerze geopfert.<br />
Er hat mit seinem kurzen Leben, die ganze Welt verändert.</p>
<p>Wie diese Kerze einem in Zeiten der Dämmerung die Orientierung leicht macht, so ist Jesus für viele ein Licht der Orientierung, ein Licht, das einem Hilft in schweren, dunklen Zeiten sich zu orientieren.<br />
Ein Licht, das einen die Wärme spüren lässt.<br />
Ein Licht, das mir den Nächsten in einem ganz anderem Licht erscheinen lässt.</p>
<p>Jesus sagt von sich:</p>
<p style="padding-left: 60px;"><em>Ich bin in die Welt gekommen als ein Licht,</em><br />
<em>damit, wer an mich glaubt,</em><br />
<em>nicht in der Finsternis bleibe.</em> <code><em>(Joh. 12,46)</em></code></p>
<p>Amen.</p>
<p style="text-align: right;"><code><em>ⓒ Ulrich Bohlken | 2004</em></code></p>
]]></content:encoded>
					
		
		
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		<item>
		<title>Daniel</title>
		<link>https://www.materialboerse.ejo.de/daniel/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Ulli]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 10 Aug 2014 17:37:12 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Altes Testament]]></category>
		<category><![CDATA[An(ge)dachtes]]></category>
		<category><![CDATA[Geschichten]]></category>
		<category><![CDATA[Konfirmandenzeit]]></category>
		<category><![CDATA[Erzählung]]></category>
		<category><![CDATA[Glaube]]></category>
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					<description><![CDATA[Vier junge Israeliten in Gefangenschaft. Einer davon heißt Daniel. Alle vier gut aussehend, intelligent, gebildet. Deshalb wurden sie ausgewählt.&#160;Sie sollen...]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p>Vier junge Israeliten in Gefangenschaft.<br>
Einer davon heißt Daniel. Alle vier gut aussehend, intelligent, gebildet. Deshalb wurden sie ausgewählt.&nbsp;Sie sollen am Hof des Königs Nebukadnezar arbeiten.&nbsp;Zu essen gibt&#8217;s, was der König isst. Nur vom Feinsten. Die vier Freunde wollen kein heidnisches Essen.&nbsp;Nur Gemüse und Wasser. Am Ende sind sie gesünder und klüger als alle anderen.<br>
Weil Gott dafür sorgt.</p>



<p>Der König hat einen Traum. Der raubt ihm den Schlaf.<br>
Keiner kann ihn deuten. Außer Daniel.<br>
Deswegen wird er befördert. Zum Ersten Königlichen Ratgeber.Dann lässt Nebukadnezar ein goldenes Standbild anbeten.<br>
Wer sich weigert, landet im Feuerofen.&nbsp;So auch Daniel Freunde. Doch sie verbrennen nicht.<br>
Weil Gott dafür sorgt.</p>



<p>König Belsazzar kommt an die Macht.<br>
Und entweiht die heiligen Geräte der Israeliten.<br>
Eine Hand ohne Körper schreibt eine Drohung an die Wand.<br>
Nur Daniel kann sie lesen.<br>
Weil Gott dafür sorgt.</p>



<p>Der König befördert ihn zum drittmächtigsten Mann im Land.<br>
Stunden später wird Belsazzar umgebracht. Dafür hat Gott gesorgt.</p>



<p>Die hohen Beamten sind neidisch auf Daniel wollen ihn ausschalten.<br>
Durch ein neues Gesetz:<br>
Wer einen anderen als König Darius anbetet, fliegt in die Löwengrube.<br>
So auch Daniel. Doch die Löwen tun ihm nichts.<br>
Weil Gott dafür sorgt.</p>



<p>Der heidnische König ist überzeugt:<br>
Dieser Gott ist lebendig.<br>
Das schreibt er allen Völkern. Und dass Gott für seine Leute sorgt.
</p>



<p style="text-align:right"><code>aus: Facts-Kalender | Text: Gunhild Aiyub</code></p>
]]></content:encoded>
					
		
		
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		<title>Abraham</title>
		<link>https://www.materialboerse.ejo.de/abraham/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Ulli]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 10 Aug 2014 17:27:20 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Altes Testament]]></category>
		<category><![CDATA[An(ge)dachtes]]></category>
		<category><![CDATA[Geschichten]]></category>
		<category><![CDATA[Konfirmandenzeit]]></category>
		<category><![CDATA[Erzählung]]></category>
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					<description><![CDATA[Ein Mann verlässt seine Heimat. Damals heißt er noch Abram. Hat keine Ahnung, wo&#8217;s hingehen soll. Aber er geht los.&#160;Weil...]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p>Ein Mann verlässt seine Heimat. Damals heißt er noch Abram. Hat keine Ahnung, wo&#8217;s hingehen soll. Aber er geht los.&nbsp;Weil Gott es gesagt hat.</p>



<p>Abram kommt nach Kanaan. Dieses Land soll seinen Nachkommen gehören. Dabei hat er noch nicht einmal ein Kind.&nbsp;Aber Gott hat es gesagt.</p>



<p>In Kanaan herrscht eine Hungersnot. Abram flüchtet nach Ägypten.&nbsp;Davon hat Gott nichts gesagt.&nbsp;</p>



<p>Abram nimmt seine Frau Sarai mit. Die ist sehr attraktiv. Und die Ägypter sind nicht blind.&nbsp;Abram kriegt Muffensausen. Und zwingt sie zu lügen. Sie soll sich als seine Schwester ausgeben. Damit die ägyptischen Männer ihn nicht totschlagen, um sie zu kriegen.&nbsp;Davon hat Gott nichts gesagt.</p>



<p>Der Pharao schnappt sich Sarai. Und überhäuft ihren &#8220;Bruder&#8221; mit Reichtum. Dann wird seine ganze Sippe krank. Abrams Lüge ist schuld. Der Pharao gibt zurück, was ihm nicht gehört. Gott hat es ihm gesagt.</p>



<p>Gott verspricht Abram einen Sohn. Aber nichts passiert. Selbst ist der Mann. Abram schwängert die Sklavin Hagar. Das war Sarais Idee. &nbsp;Gott hat davon nichts gesagt.</p>



<p>Aus Abram wird Abraham. Aus Sarai Sarah.&nbsp;Gott gibt ihnen einen neuen Namen. Und prüft ihren Glauben. Sie bekommen einen Sohn. Den soll Abraham eines Tages opfern.&nbsp;Wie kann Gott so etwas sagen?</p>



<p>Abraham gehorcht. Er greift zum Messer. Da kommt das &#8220;Stopp!&#8221; von oben. &nbsp;Er hat den Test bestanden. Gott wiederholt sein Versprechen. Abrahams Nachkommen sollen sein wie die Sterne am Himmel. So zahlreich. Was Gott sagt, das geschieht.
</p>



<p style="text-align:right"><code>aus: Facts-Kalender | Text: Gunhild Aiyub</code></p>
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		<title>Jesus</title>
		<link>https://www.materialboerse.ejo.de/jesus/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Ulli]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 09 Aug 2014 19:56:51 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[An(ge)dachtes]]></category>
		<category><![CDATA[Geschichten]]></category>
		<category><![CDATA[Jesus]]></category>
		<category><![CDATA[Konfirmandenzeit]]></category>
		<category><![CDATA[Neues Testament]]></category>
		<category><![CDATA[Advent]]></category>
		<category><![CDATA[Erzählung]]></category>
		<category><![CDATA[Glaube]]></category>
		<category><![CDATA[Weihnachten]]></category>
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					<description><![CDATA[Der Sohn Gottes. Geboren in einem Stall. Zwischen Ochs und Esel. Gott hat es so geplant.&#160; Schafhirten als erste Gratulanten....]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p>Der Sohn Gottes. <br>Geboren in einem Stall. Zwischen Ochs und Esel. <br>Gott hat es so geplant.&nbsp;<br><br>Schafhirten als erste Gratulanten. Randfiguren der Gesellschaft.&nbsp;<br>Der König wäre gerne gekommen. Aber nur, um ihn umzubringen.&nbsp;<br>Er fürchtet&nbsp;die Konkurrenz eines neuen Königs.<br>Aber Gott hat es anders geplant.</p>



<p>Ein normaler Lebenslauf. <br>Der Sohn Gottes. Ein Mensch wie du und ich.<br>Erst mit 30 zeigt er, wer er ist. Heilt Kranke. Macht Tote lebendig. Verwandelt Wasser in Wein.&nbsp;Das beeindruckt. <br>Menschen laufen ihm nach. Wer Wunder tut, findet immer Anhänger.<br>Doch Gott plant viel mehr mit ihm.</p>



<p>Jesus handelt nicht nur.&nbsp;Er redet auch. Von Gottes Willen. <br>Schuld und Vergebung. Tod und Auferstehung.&nbsp;<br>Prangert die Machenschaften der religiösen Führer an. <br>Und das passt vielen gar nicht.&nbsp;Der Mann muss weg. <br>Das gehört zu Gottes Plan.</p>



<p>Einer seiner Begleiter verpfeift ihn. Und macht damit noch Kohle.<br>Gefangennahme bei Nacht und Nebel. Gekaufte Zeugen verklagen ihn.<br>Der römische Statthalter verurteilt ihn wider besseres Wissen.<br>Und wäscht, seine Hände in Unschuld. <br>Auch das hat Gott geplant.</p>



<p>Ausgepeitscht und ans Kreuz genagelt. Auf gehängt zwischen zwei Verbrechern.&nbsp;<br>Die Erde bebt. Der Himmel wird dunkel. Der Sohn Gottes stirbt. <br>Und mit ihm die Schuld der Welt.<br>Weil Gott es so geplant hat.</p>



<p>Kein Tod kann den Sohn des Höchsten halten. <br>Er wird besiegt. Das Grab ist leer. Jesus lebt. <br>Und mit ihm auch wir.<br>Genau das hat Gott geplant.</p>



<p>Download:&nbsp;<a href="https://www.materialboerse.ejo.de/wp-content/uploads/2014/08/Steckbrief-Jesus.pdf">Steckbrief-Jesus</a>&nbsp;die Lösungen sind zuzuordnen
</p>



<p class="has-text-align-right">aus: Facts-Kalender | Text: Gunhild Aiyub</p>
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