Spuren im Sand

ich träumte eines nachts –
ich ging am meer entlang mit meinem Gott
und vor meinen augen entstand
streiflichtern gleich
mein leben

für jeden abschnitt wie mir schien
entdeckte ich zwei spuren
die eine war von mir
die andere von meinem Gott

als dann das letzte bild
an uns vorbeigeglitten war
sah ich zurück und stellte fest
in den schwersten zeiten meines lebens
war nur eine spur zu sehen

das verwirrte mich
und besorgt fragte ich meinen Gott –
als ich anfing dir zufolgen
da hast du mir versprochen
auf allen wegen bei mir zu sein

aber jetzt entdecke ich
in den schwersten zeiten meines lebens
nur eine spur im sand

warum hast du mich allein gelassen
als ich dich so verzweifelt brauchte

Gott lächelte nahm meine hand und sagte
nie ließ ich dich allein
schon gar nicht in den zeiten der angst und not

dort wo du nur eine spur gesehen hast
sei ganz gewiss
da hab ich dich getragen

Im Original von M. F. Powers
diese Überarbeitung ist von Ulrich Bohlken

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