Glaubensmantel

„Kleider machen Leute!“
Genau wie Klamotten verleihen uns auch unser Glaube, unsere Hoffnungen und Zukunftsängste usw. eine persönliche Ausstrahlung.
Sich, im übertragenen Sinne, mal im Spiegel anzuschauen, die Glaubenskleidung, die man aktuell trägt, genauer zu betrachten und ihr einen gestalterischen Ausdruck zu verleihen; dazu lädt die folgende Einheit ein.
In der beschriebenen Form haben wir ein Impulswochenende gestaltet.
Besonders geschätzt wurde dabei der große zeitliche Freiraum, die kurzen, gemeinsamen Austausch- und Bewegungsaktionen und die freigesetzte Kreativität, in Verbindung mit persönlichen Themen.
Hier ein paar thematische Elemente:
1. Einheit: „Der Stoff, aus dem mein Glaube ist“
Einstiegsfrage:

Welcher „Lesestoff“ begleitet Dein Glaubensleben schon länger?
Welche Texte, Wörter, Aussagen haben Dein Gottesbild geprägt?
Aufgabe:
Such einen passenden textilen Stoff aus, den Du in Verbindung bringst mit den Gedanken zur Einstiegsfrage. Entscheidend bei der Stoffauswahl kann die textile Struktur, die Farbigkeit, die Musterung, deine persönlichen Assoziationen,… sein.
Setz Stoff und Text zusammen auf Dein „Moodboard“.

Begriffserklärung Moodboard: bei wikipedia bzw. im Blog von foldfocus.

Vorstellung im Plenum

Moodboard Morgenröte

2. Einheit: „Laufstege des Alltags“
Hintergrund: Auf dem Laufsteg wird die fertige Kollektion präsentiert. Erkennbar werden Themen, Emotionen, Linien, kurz: „der rote Faden“ des Designers.  Im übertragenen Sinn gibt`s auch im Alltag Laufstege, d.h. Situationen, in denen unser Glaube „präsentiert“ wird. Das können Situationen sein, in die wir unfreiwillig geraten, in denen uns unser Glaube trägt und stärkt. Das können aber auch Situationen sein, in die uns andere bringen, bzw. Momente, in denen andere uns als „Kirchenmenschen“ wahrnehmen oder uns auf Grund unsrer Gläubigkeit bestimmte „Hüte aufsetzen wollen“ oder uns „in bestimmte Schubladen stecken“.
Aufgabe:
Finde eine Gesprächspartnerin für die nächsten 30 Minuten.
Tauscht euch über Eure „Laufstege“ im Alltag aus.
Anschließend sucht Ihr jeweils für Eure Gesprächspartnerin max. 3 Stoffe/ Materialien zusammen, die Eurer Meinung nach zum Gehörten passen.
Vorstellung im Plenum:
Man stellt die rausgesuchten Stoffe/ Materialien in der Runde vor und erzählt damit kurz von dem Gehörten. Dann gibt man die Materialien an die Partnerin. Jede kann nach der Runde selbst entscheiden, ob und wie diese Stoffe in die Weiterarbeit am „Glaubensmantel“ mit einbezogen werden. Evtl. landen sie am eigenen „Moodboard“, als Entwicklungsspur auf dem Weg zum Objekt.

Den gesamten Ablaufplan des Seminars findest Du hier zum Download!
Anmerkung: Den geplanten Input am Fr. abend haben wir in der Umsetzung ausfallen lassen, da wir die Zeit für das Moodboard (1. Einheit) brauchten.

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