Anspiel zu einer Taufe

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…in Anlehnung an Apg. 8,26-40

Küsterin:
Kommt rein und fängt an die Kirche zu putzen.
Ein Radfahrtourist erscheint in der Kirche.

Radfahrerin:
„Kann ich mein Rad hier draußen stehen lassen?“

Küsterin:
Ja, nur zu … das ist kein Problem. (und putz weiter)

Radfahrerin:
Geht in der Kirche umher und schaut sich um und redet
laut im Selbstgespräch …
„Na, das ist ja eine schöne Kirche… richtig gemütlich, …
So sieht also das Haus Gottes aus!“
Geht weiter und versucht sich in der Interpretation der Einrichtung…
„Ganz schön harte Bänke… na, da wird wohl eh die meiste Zeit gestanden
und nur kurz gesessen…“
Vor der Kanzel: „Ah, hier wird wohl von Gott erzählt…
nur warum muss das so hoch sein? – Ah, vielleicht
weil die in den Rängen oben auch gesehen werden sollen…“
… „Und hier, die Bilder (Altar) erzählen bestimmt von Gott…“
„Doch was ist denn das???“ (steht vorm Kreuz)
„Was hat das denn mit Gott zu tun?“ schüttelt fragend den Kopf,
und wendet sich der Küsterin zu.
„Hallo, Hallo, … was hat denn diese Skulptur hier zu suchen? –
„Was soll dieses Kunstwerk hier aussagen?“

Küsterin:
„Ja, Sie können Fragen stellen …
Wo fang ich da an … „
„Ja, … eigentlich fragen sie da die Falsche …
und Zeit habe ich grad gar nicht … wissen’se was,
lesen sie doch erst mal in der Bibel.“

Radfahrerin:
„Bibel???“

Küsterin:
„Dem Wort GOTTES!“
(geht zum Altar und hält die Bibel hoch)

Radfahrerin:
„AH-JA! …“
(geht ebenfalls zum Alter und nimmt die Bibel in die Hand)

Küsterin:
„Aber nicht mitnehmen!“

Radfahrerin:
Schaut sich mit der Bibel in der Hand um …
und setzt sich dann auf die Stufen vorm Altar.
„Wo fang ich da an?“ (blättert in der Bibel rum…)
„Ich überlass es dem Zufall!“
(klappt die Bibel an einer beliebigen Stelle auf und landet bei Jesaja
und fängt an zu lesen …)
„Er ist wie ein Schaf … und wie ein Lamm … ???“
(Schüttelt den Kopf und macht ein fragendes Gesicht)

Mitarbeiterin:
Kommt rein und sieht den Radfahrer auf den Altarstufen sitzen,
bereitet aber weiter den Raum für den Krabbelgottesdienst vor…

Radfahrerin:
Schüttelt immer noch verständnislos den Kopf
und redet dabei laut … „Von wem reden die da bloß?“

Mitarbeiterin:
„Verstehst Du was Du da liest?“

Radfahrerin:
„Wie kann ich das, wenn keiner da ist, der mir das erklärt…?“
– „Von wem spricht die Bibel, wer ist das Lamm?“

Mitarbeiterin:
Erklärt den Zusammenhang zw. dem Bild vom Opferlamm und Jesus Christus…
„Jesus ist gestorben und war drei Tage Tod und ist wieder auferstanden
von den Toten! Er hat den Tod besiegt, damit alle bei Gott sein können
und keiner Tod bleiben muss.“

Radfahrerin:
„Was muss ich tun, um auch bei Gott sein zu können? …“

Mitarbeiterin:
„Lass Dich taufen … „

Radfahrerin:
„Taufen? … Was ist das?“

Mitarbeiterin:
„Da bekennt man, dass Jesus Gottes Sohn ist,
und sagt, dass man mit Gott leben will.

Radfahrerin:
„Dann will ich das auch!“ … „Geht das gleich?“ …

Mitarbeiterin:
„Nee, das feiern wir richtig und laden dazu alle ein!
– Komm mit, ich stell Dich mal unserm Pfarrer vor…“

Abgang: Beide verlassen dabei die Kirche …

ENDE.

Ulrich Bohlken | 11.03.2007