Stille

Meine Seele ist still zu Gott, der mir hilft. Ps. 62,2
(…)
Wie selten hören wir noch zu und wie wenig erfahren wir von dem aufrichtenden und tröstenden Wort, das Menschen Lebenskraft schenkt?
Einfach einmal stille werden und alle Gedanken, die mich oft umtreiben, mich ängstigen oder hetzen, loslassen.
Keine Totenstille ist damit gemeint, sondern Stille, um neu zu hören und um bei sich zu selbst einzukehren.

Das Wort „Stille“ kommt von stehen, beruhigen, zur Ruhe kommen. (…) Die Erfahrung von Stille und ihr Zusammenhang mit einer helfenden Kraft muss jenen Beter des Psamls erreicht haben. In der Stille zu Gott wurde sein Lebensverlangen erfüllt.

Vielleicht gelingt es mir heute, das Schweigen zu üben und bewusst auf meine Worte zu achten. Das Schweigen öffnet mein Herz. Wenn ich schweigend meditiere, so begebe ich mich auf die Spur meiner Seele. Ich horche in mich und versuche, mit mir selbst in Kontakt zu kommen.

Gott, wenn ich schweige,
komme ich mit meiner Seele in Berührung.
Ich halte mich selbst aus und fühle mich nicht allein.

Quelle: 5 Minuten mit Gott |
Impulse aus der Bibel für jeden Tag des Jahres |
Wolfgang Hohensee + Dörte Pickert |
Quell/Gütersloher Verlagshaus GmbH, Gütersloh 2003 |
ISBN: 3-579-03468-5

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