Der Geist Gottes – Begegnung mit Gott

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Die Erde war noch leer und öde, Dunkelheit bedeckte sie und wogendes Wasser,
und über den Fluten schwebte Gottes Geist.

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Gottes Geist ???

Auf Plakate werden folgende Satzanfänge notiert.
Die Teilnehmer*innen werden gebeten, die Satzanfänge zu vervollständigen.

Gottes Geist ist wie …
Gottes Geist ist für mich …
Gottes Geist begegnet mir …


Erklärung zum Begriff Geist Gottes:
Das hebräische Wort für Geist bedeutet ursprünglich „Wind, Hauch“.

Elija wanderte, bis er zum Berg Gottes, dem Horeb*, kam.
Dort ging er in die Höhle hinein und wollte sich darin schlafen legen.
Da hörte er plötzlich die Stimme des HERRN:
»Elija, was willst du hier?«
Elija antwortete: »HERR, ich habe mich leidenschaftlich für dich, den Gott Israels und der ganzen Welt, eingesetzt; denn die Leute von Israel haben den Bund gebrochen, den du mit ihnen geschlossen hast; sie haben deine Altäre niedergerissen und deine Propheten umgebracht.
Ich allein bin übrig geblieben, und nun wollen sie auch mich noch töten.«
Der HERR sagte: »Komm aus der Höhle und tritt auf den Berg vor mich hin!
Ich werde an dir vorübergehen!«
Da kam ein Sturm, der an der Bergwand rüttelte, dass die Felsbrocken flogen.
Aber der HERR war nicht im Sturm.
Als der Sturm vorüber war, kam ein starkes Erdbeben.
Aber der HERR war nicht im Erdbeben.
Als das Beben vorüber war, kam ein loderndes Feuer.
Aber der HERR war nicht im Feuer.
Als das Feuer vorüber war, kam ein ganz leiser Hauch.
Da verhüllte Elija sein Gesicht mit dem Mantel, trat vor und stellte sich in den Eingang der Höhle.
Eine Stimme fragte ihn: »Elija, was willst du hier?«
»Geh den Weg zurück, den du gekommen bist!
Geh bis nach Damaskus, und salbe dort Hasaël zum König von Syrien.«
… nach 1. Könige 19,11 ff

Elija ging zurück und er musste erkennen, das er nicht wie er dachte allein war,
7000 Gerechte, Gottesfürchtige warteten dort auf ihn …

Gottesbegegnungen sind nicht von Gewalt geprägt.

Kein Sturm, kein Beben, kein loderndes Feuer, sondern ein ganz leiser Hauch ist Zeichen für die Begegnung mit Gott.
Auf gleicher Weise begegnet uns Gott noch heute.
Wenn Gott an uns vorüberzieht, dann ist es wie ein ganz leiser Hauch.
Kaum wahrnehmbar.
Kaum zu fassen.
Und doch werden wir es spüren,
wie Elija es spürte als Gott an ihm vorüber zog.

Durch die Begegnung mit Gott kann viel geschehen.
Es ändert sich zwar nicht die Welt um uns herum,
aber durch die Begegnung mit Gott ändern sich unsere Perspektiven.
Wir sehen die Welt mit anderen Augen.

Ulrich Bohlken | 2006

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