Petrus

Print Friendly, PDF & Email

Ein Fischer verlässt sein Zuhause. Familie, Freunde, Haus, Beruf. 
Tauscht es gegen ein Vagabundenleben. Heute hier, morgen dort. 
Aber das ist Jesus ihm wert. Und Gott will ihn gebrauchen. 

Petrus sieht, wie Blinde sehen, Gelähmte gehen, Tote leben. 
Er lernt Gott kennen. Aus erster Hand. Und spricht’s als erster aus: Jesus ist Gottes Sohn. 
Auf ihn will Jesus seine Gemeinde bauen. So will Gott ihn gebrauchen. 

Eine Bootsfahrt bei hohem Seegang. Jesus geht über das Wasser. 
Wenn er will, kann ich das auch. Sagt Petrus und marschiert los. 
Dann sieht er nur noch Wellen. Verliert Jesus aus den Augen. Und versinkt. 
Sein Vertrauen ist noch zu klein. Trotzdem will Gott ihn gebrauchen. 

Der letzte Abend mit Jesus. „Petrus, du wirst mich heute Abend verleugnen.“ 
„Niemals! Lieber sterbe ich für dich!“ Dann ist es soweit. Und Petrus kneift. 
Sein Mut ist kleiner als sein Mundwerk. Ein Häufchen Elend sitzt vor der Tür und weint. 
Doch Gott kann auch ihn gebrauchen. 

Jesus lebt. Und sagt zu Petrus: „Kümmere dich um meine Gemeinde.“
Der Feigling erhält einen großen Auftrag. Der ungebildete Fischer wird Missionar. 
Dazu will Gott ihn gebrauchen. Petrus predigt in Synagogen. 
Bringt einen Gelähmten wieder auf die Beine. Ein totes Mädchen ins Leben zurück. 
Landet im Gefängnis. Und macht trotzdem weiter. 
Am Ende wird er für Gott sterben. Aber das ist ihm egal. 
Solange Gott ihn nur gebrauchen kann.

aus: Facts-Kalender | Text: Gunhild Aiyub