Noah

Arche Noah
Arche Noah

Harmloser Spinner oder gefährlicher Irrer? 
Da baut einer ein Schiff. Mitten auf dem Land. Weit und breit kein Gewässer zu sehen.
Ein Fall für die Klapsmühle?
Nein, ein Fall von Gottvertrauen.

Es kommt noch besser. Tiere werden herangekarrt. Eine endlose Karawane auf Pfoten, Hufen und Klauen.
Was soll das werden? Ein neuer Zoo?
Zum Schluss klettern der Schiffbauer samt Familie an Bord.
Die Luke wird verschlossen.

Akuter Wahnsinn?
Nein, akuter Gehorsam.

Sieben Tage lang passiert gar nichts. Was müssen die Nachbarn gelacht haben.
Dann vergeht ihnen das Lachen. Der große Regen setzt ein.
Setzt alles unter Wasser. Hebt das Schiff langsam hoch. Alles geht unter.
Gehorsam und Gottvertrauen lohnen sich immer.
Sicher haben viele geschrien. „Noah, mach auf! Wir ertrinken!“
Aber Gott hat die Schiffsluke verschlossen. Von außen. Er hat die Nase voll von allem, was Mensch heißt.
Nur nicht von Noch und seine Familie. Mit ihnen plant er einen Neuanfang.
Weil sie ihm vertrauen.

Nach 150 Tagen sinkt das Wasser.
Die Zerstörung hat ein Ende. Neues Leben beginnt. Mit Gottes Versprechen:
„Nie mehr will ich die Erde vernichten. Auch wenn die Menschen noch so schlecht sind.“
Als Zeichen spannt er den Regenbogen über den Himmel.
Den sehen wir heute noch.
Also gilt auch das Versprechen. Nach wie vor.

aus: Facts-Kalender | Text: Gunhild Aiyub

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