Woher kommt die Hoffnung?

Ich hoffe! Woher kommt die Hoffnung? Ist sie ein Instinkt? Hat sie jede*r in sich? Kann ich Hoffnung selber produzieren? Oder kann ich sie mir nur schenken lassen? Wir kommen gemeinsam ins Nachdenken, Philosophieren und Gestalten. Wir testen die Hoffnung auf ihre Praxistauglichkeit.

Ein Entwurf für die Arbeit mit Jugendlichen und Erwachsenen.
benötigte Zeit: ca. 90-120 Min.

warm up:
Schnick-Schnack-Schnuck mit Fanbildung spielen

Es bilden sich spontan Paare, die gegeneinander spielen. Wer verliert, wird zum Fan des Gegners und feuert ab der nächsten Runde an. So entwickeln sich die Fan-Gruppen von Runde zu Runde, um schließlich gemeinsam das Finale zwischen den letzten zwei Spielenden und deren Fans zu zelebrieren.

anschl. in einen Stuhlkreis setzen, leere Mitte

Einstieg:

„Wir hoffen immer, und in allen Dingen ist besser hoffen als verzweifeln.“
Johann Wolfgang von Goethe

Assoziationsrunde mit Hilfe von Bildern:
Ein Stapel Fotos/ Postkarten geht durch die Runde. Sitznachbarpaare ziehen gemeinsam ein Motiv und assoziieren spontan zum Thema Hoffnung: Welches Hoffnungszeichen steckt in diesem Bild?
Kurzer Austausch, anschl. teilt jedes Paar einen Gedanken mit der Großgruppe.

Mitte gestalten:
Ein rohes Ei in ein angedeutetes Nest, z.B. eine gekrempelte Papiertüte, legen.
Das Ei ist ein uraltes Hoffnungssymbol.
Welche Gedanken kommen euch dazu?
Gedanken sammeln durch freies Reinrufen.

Gesprächsregeln fürs folgende Gespräch klären:
Es gibt kein Richtig und kein Falsch.
Es gibt unterschiedliche Meinungen und Standpunkte.
Wir versuchen gemeinsam zu einem Wahrheitskern zu gelangen.
Deshalb: gut zuhören
Redepausen zum Nachdenken nutzen
Wer reden möchte gibt Handzeichen
Konzentrationshilfe: Einen Rede-Gegenstand nutzen. z.B.einen Wuschelball.
Achtet als Gruppe darauf, dass jede/r der/die möchte dran kommt.
Direkter Redebezug auf das, was grade gesagt wurde, wird mit beiden Händen gemeldet.
Gesprächsleitung hat immer Redevorrecht.
Gesprächsende wird durch das Umdrehen der Sanduhr eingeleitet.

Philosophische Frage:
Die obige Frage ist 2 mal ausgedruckt und wird um das Nest herum platziert.

Vertiefende Fragen für die Gesprächsleitung:
Woher weißt du das?
Hast Du dafür ein Beispiel?
Gilt das immer?
Sehen das die anderen auch so?

Abschlussrunde:
Jede/r schreibt den eigenen, aktuellen Antwortgedanken auf einen grünen Papierstreifen.
Die Streifen werden dann nacheinander vorgelesen und als Erweiterung ums Nest gelegt.

Reflexion durch Zielscheibenaufstellung im Kreis oder Daumenzeichen:
Warst du auf deine Art am Gespräch beteiligt?
Hast du dich in der Gruppe wohl gefühlt?
Ist das Gespräch in die Tiefe gegangen?
Hast du etwas Neues gelernt?
War es interessant?

mögliche Weiterarbeit:
Ei-Rettungs-Maschine in Kleingruppen bauen
Eine Anleitung findest Du z.B. hier:

Ei-Rettungs-System

Anschl. eine kurze Murmelphase mit abschließender Gesprächsrunde:
Welche Gedanken oder Fragen hast Du jetzt zur „Hoffnung“?
Evtl. kleine Zettel und Stifte parat haben, um sich eine Notiz machen zu können, die einen in der nächsten Zeit begleitet.
Oder gemeinsam Aktionen planen, die Hoffnung geben.

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Ein Entwurf von Sandra Bohlken, Kreisjugenddiakonin, Februar 2020

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